Berlin im Mai 1926: Glamouröse Schauspielerinnen, verrückte Filmregisseure, Skandal-Tänzerinnen und kommunistische Autoren drängen in den überfüllten den Saal der Volksbühne, um einen Märchenfilm zu sehen. Die junge Trickfilmkünstlerin Lotte Reiniger zeigt »Die Abenteuer des Prinzen Achmed«, den ersten abendfüllenden Trickfilm der Filmgeschichte – eine Sensation! Im pulsierenden Kunstleben der Weimarer Republik wird sie mit ihren zauberhaften Silhouetten über Nacht zum Star …
Die Feierlichkeiten zum großen Tonhallen-Jubiläum erreichen im Mai ihren Höhepunkt: Genau vor 100 Jahren – am 8. Mai 1926 – wurde die heutige Tonhalle als Planetarium eröffnet. Das prunkvolle Bauwerk hatte einen Kuppeldurchmesser von 29,8 Metern und ist damit das größte Planetarium, das jemals in Europa existiert hat. Rund um das Jubiläumswochenende finden im heutigen »Planetarium der Musik« einzigartige Veranstaltungen statt, darunter am 10. Mai auch eine Aufführung von Lotte Reinigers märchenhaftem Scherenschnittfilm »Die Abenteuer des Prinzen Achmed« mit Livemusik. Grundlage des Films waren fein ausgeschnittene Figuren, die Lotte Reiniger mit ihrem Team Bild für Bild vor der Kamera bewegte, wodurch eine sehr elegante, fast schattenhafte Bildsprache entstand. 250.000 Bilder wurden aufgenommen, 100.000 für den Film aus der Welt von Tausendundeiner Nacht verwendet. Im Zentrum der Handlung steht Prinz Achmed, der durch eine List auf ein verzaubertes fliegendes Pferd gerät und in ferne, fantastische Länder getragen wird. Dort erlebt er eine Reihe von Abenteuern: Er begegnet Dämonen und Zauberern, verliebt sich in die geheimnisvolle Prinzessin Pari Banu und muss gegen dunkle Mächte bestehen, die ihn und seine Liebe bedrohen. Parallel dazu treten weitere Figuren auf, etwa Aladin mit seiner Wunderlampe, sodass sich mehrere bekannte Motive aus der orientalischen Märchentradition miteinander verweben. Am Ende gelingt es Achmed, mithilfe von Mut, List und magischer Unterstützung das Böse zu besiegen und seine Geliebte zu retten. Der Filmkomponist Wolfgang Zeller hat zu »Die Abenteuer des Prinzen Achmed« eine bezaubernde Musik geschrieben, die das notabu.ensemble unter der Leitung von Anton Brezinka in der Tonhalle live zum Film spielt.
Wer vor Filmvorführung und Konzert noch mehr über Lotte Reiniger erfahren möchte, ist herzlich zu einer Autorinnenlesung von ihrer Nachfahrin Rike Reiniger eingeladen. Sie erzählt in ihrem Buch »24 Bilder pro Sekunde« ungemein fesselnd vom Lebensweg der ersten deutschen Trickfilmregisseurin, von den glamourösen 1920er-Jahren über das Exil bis in die Nachkriegszeit. Wiedergefundene Briefe der außergewöhnlichen Künstlerin legen das Geheimnis ihres Lebens frei und eröffnen einen neuen Blick auf ihr Werk. Die Romanbiografie beschreibt auch, wie Lotte Reiniger für ihren Erfolg ihre Liebe zu einer Frau verschwieg und bis in die Rastlosigkeit des Exils ihren Traum von einem nächsten großen Trickfilm verfolgte. So ist ein Panorama der Zeit quer durch ein Europa entstanden, das geprägt war von Hoffnung, Krise und dem Mut zu ständigem Neubeginn.
Während der Veranstaltungen am Jubiläumswochenende läuft zudem im Foyer eine Ausstellung mit historischen und aktuellen Fotos aus 100 Jahren Tonhallen-Geschichte, die das Tonhallen-Team mit Hilfe seines Publikums und des Stadtarchivs zusammengetragen hat.
Außerdem wird ein »Kuriositätenkabinett« aufgebaut: Schätze, Skurriles und Vergessenes aus den Büros, Lagern, Kellern und Archiven der Tonhalle suchen zum Jubiläum ein neues Zuhause – darunter Bücher, Bildbände, CDs, Schallplatten und mehr. Stöbern ist erwünscht, der Preis ist Verhandlungssache. Man wünscht der Aktion allerdings besonders freigiebige Trödlerinnen und Trödler, denn sämtliche Einnahmen fließen in die Kinder- und Jugendprojekte der Tonhalle.
tonhalle.de

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