Rivalität, Rache, Rausch und dunkle Familiengeheimnisse bestimmen Giuseppe Verdis Oper „Il trovatore“, die am Samstag, 27. Juni 2026, im Opernhaus Düsseldorf Premiere feiert. Sie stand 25 Jahre nicht mehr auf dem Spielplan und kommt nun in einer Neuinszenierung von Jens-Daniel Herzog auf die Bühne. Der renommierte Schauspiel- und Opernregisseur leitet das Staatstheater Nürnberg. Die fulminante italienische Oper, die mit „Rigoletto“ und „La traviata“ zu Verdis ‚Trilogia popolare‘ gehört, ist auch bei Antonino Fogliani bestens aufgehoben: Er dirigiert die Düsseldorfer Symphoniker, den Chor der Deutschen Oper am Rhein und das hervorragend besetzte Ensemble. Einen Einblick gibt am 23. Juni, 18.00 Uhr, schon die Opernwerkstatt mit einem Podiumsgespräch und der Möglichkeit zum Probenbesuch (Eintritt frei).
Eine Frau wurde einst als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannt – ein Ereignis, dessen düstere Schatten bis in die Gegenwart reichen: Azucena, die Tochter der Hingerichteten, schwört, den Tod ihrer Mutter zu rächen. Zur Vergeltung entführt sie einen der Söhne des alten Grafen Luna, der für die Hinrichtung verantwortlich ist. Im gleißenden Wahn der Rache erkennt sie jedoch nicht mehr, ob sie ihr eigenes Kind tötet, oder den Sohn des verhassten Grafen. Jahre später stehen sich der nun erwachsene Sohn Azucenas, der titelgebende Troubadour Manrico, und der junge Graf Luna nicht nur im Bürgerkrieg gegenüber, sie sind auch Rivalen um die Liebe von Leonora... Packend und melodienreich setzt Giuseppe Verdi die emotionalen Ausnahmezustände seiner Figuren in Szene.
Weitere Infos und Tickets für die sechs Vorstellungen bis zum 19. Juli sind im Opernshop Düsseldorf, Tel. 0211.89 25 211, und über www.operamrhein.de erhältlich.

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