Das Kom(m)ödchen hat ein neues Programm, das sich sehr von den bisherigen unterscheidet. Da wollten wir wissen, warum das so ist. Der vielfach ausgezeichnete (u. a. Grimmepreis) Kom(m)ödchen-Autor Dietmar Jacobs nahm sich kurz vor seinem Urlaub die Zeit unsere Neugier zu stillen. Er ist der leitende Autor des Teams, das aus ihm, Christian Ehring und Martin Maier-Bode besteht.
biograph: „Quickies“ heißt das neue Programm des Kom(m)ödchens, die Form ist allerdings alt: ein Programm, das nur aus Nummern besteht so, wie es früher üblich war. Das war so üblich, bis das Programm „Die letzten Tage von Erkrath“ die ersten Tage des neuen Kom(m)ödchen wurden, das nun Programme, halb Theater halb Kabarett, jahrelang zeigt und auch zeigen kann, weil sie immer ausverkauft sind. Bei Kay Lorentz Senior gab es Spielzeiten mit drei neuen Programm bei Kay Lorentz junior gibt es alle drei Jahre neues Programm. Wird da eigentlich nicht in großer Vorteil aufgegeben?
Dietmar Jacobs: Ja, aber dies ist nur ein Nebenprogramm. Nach wie vor wird es alle drei Jahre ein großes Programm geben, das formal gebunden ist. „Irgendwas mit Menschen“ läuft ja auch sehr erfolgreich und ist immer ausverkauft. Nun hatten wir aber den Wunsch, daneben ein wenig flexibler zu sein und auch einmal ganz schnell auf Aktualitäten reagieren zu können. Deshalb die topaktuellen „Quickies“. Eine wilde Show, in der man auch schnell mal Parts austauschen und aktualisieren kann, wenn in Berlin, Brüssel oder Washington etwas passiert.. Außerdem hatten die Schauspieler unheimlich Lust, mal in viele verschiedene Rollen zu schlüpfen. So kam‘s, dass wir uns sagten: „lasst uns doch ein kleines Club Programm machen.“ Deshalb haben wir auch die Form „Nummernprogramm“ gewählt, weil die das flexibelste ist, was man im Kabarett machen kann. Wenn eine Nummer unaktuell wird, nehmen wir sie raus und ersetzen sie durch eine neue. Das geht ganz einfach, weil so ein Programm dramaturgisch einfach gestrickt ist.
biograph: ist das nicht auch ein Vorteil für Festivals, das 3sat Festival lässt eigentlich nur ein Format von 45 Minuten zu. Es muss doch sehr schwierig sein, ein theatrales Programm auf Dreiviertelstunde einzudampfen.
Dietmar Jacobs: Ja, das ist richtig. „Quickies“ können wir da viel besser einsetzen oder auch bei Sendungen wie „Mitternachtsspitzen“ hat man nur fünf oder sechs Minuten, die man spielen kann. Dafür sind unsere großen Programme zu komplex. Medienpräsenz ist aber eher so der zweite Gedanke gewesen. Darauf schielen wir gar nicht so sehr. Wenn sie kommt, ist es o. k., es muss aber nicht sein. Der Erfolg des Kom(m)ödchens ist zum Glück komplett unabhängig von Fernsehsendungen …
biograph: ist es nicht so bei Gastspielen, dass sich die Zuschauer lieber das anschauen, was sie aus dem Fernsehen schon kennen.
Dietmar Jacobs: Das kann sicher ein Effekt sein. Wobei wir so viele Gastspiele gar nicht machen. Unser Zentrum ist Düsseldorf. Und hin und wieder fahren wir an Orte, wo man uns auch sehen sollte.
biograph: Christian Ehring hat diesmal nicht mitgeschrieben…
Dietmar Jacobs: Christian hat mit seinem tollen Programm und seinen TV-Sendungen sehr viel zu tun, darum hat er diesmal nicht mitgemacht. Aber für das große Programm, das nächstes Jahr im Herbst erscheint, wird er wieder mitschreiben und ab Herbst mit Martin Maier-Bode und mir konzipieren. Wir fangen meist ein Jahr vorher an, ein Programm lose zu planen, um im Januar zu wissen, was wir schreiben wollen. Ab dann brauchen wir zu dritt etwa fünf Monate für ein Stück. Das ist sehr viel Aufwand. Wir müssen die Figuren entwickeln und uns auch einig werden über sie, dann müssen wir die Handlung aufbauen, die Themen festsetzen, Songs schreiben, Dialoge schreiben, und bei all dem aufpassen, dass nichts auseinanderdriftet. Unsere Stücke changieren zwischen Kabarett und Theater. Und da genau den Ton zu finden, der das ganze zu einem tollen Kom(m)ödchen-Programm macht, braucht Zeit und Diskussionen … und manchmal ein Glas Alt….
biograph: noch eine Frage zu den „Quickies“, werden die ständig fortgeschrieben werden?
Dietmar Jacobs: wir werden sie permanent fortschreiben. Wer sich im August das Programm anschaut, der wird andere Quickies sehen als im Juni. Und im Februar wird es komplett andere Quickies geben. Ich denke in einem Abstand von einem halben Jahr, kann man sicher ein weitgehend anderes Programm sehen.
biograph: Herr Jacobs, vielen Dank für das Gespräch.

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