Die Soirée beginnt um 18 Uhr mit der Ouvertüre zu dem Ballett Die Geschöpfe des Prometheus, mit dem Ludwig van Beethoven im Jahre 1801 dem rebellischen Göttersohn ein Denkmal gesetzt hat: Der Ungehorsame, der versuchte, nach seiner Wunschvorstellung ein Menschenpaar zu kneten, diesem zu höherer Bildung zu verhelfen und für sie das Feuer vom Himmel holte – er ist einer der Idealisten, die am Ende immer die Zeche zahlen müssen.
Darauf folgt das (nach wie vor geheimnisumwitterte) Violinkonzert in d-Moll, das Robert Schumann im Herbst 1853 auf Ersuchen des jungen Joseph Joachim verfaßte: »Möchte doch Beethoven’s Beispiel Sie anregen«, hatte das virtuose Geigenwunder geschrieben, »aus Ihrem tiefen Schacht ein Werk an’s Licht zu ziehen, wunderbarer Hüter reichster Schätze!«. Der Adressat tat sein Möglichstes und brachte binnen weniger Wochen das gewünschte Konzert heraus, ohne dass er die Premiere noch hätte miterleben können: Anfang 1854 stürzt er sich in den Rhein bei Düsseldorf, gleich darauf landet er in der privaten Irrenanstalt von Franz Richarz in Bonn-Endenich, zwei Jahre später ist er tot.
Mit der ersten Symphonie von Emilie Mayer (1812–83) bringt die Deutsche Kammerakademie dann eine absolute Rarität zu Gehör. Die 1812 im mecklenburgischen Friedland geborene Künstlerin vollbrachte etwas , das für die Zunftgenossinnen ihrer Generation meist ein bloßer Wunschtraum blieb: Von der Kritik hochgelobt, etablierte sich die Apothekerstochter recht bald als erfolgreiche Komponistin. Ihre acht Symphonien und 15 Konzertouvertüren brachten ihr sogar den Beinamen »der weibliche Beethoven« ein, was freilich weder dem einen noch der anderen wirklich gerecht wird: Ein »gottbegnadetes Talent«, wie’s ihr ihr Stettiner Lehrer Carl Loewe attestierte, bedarf des vordergründigen Vergleiches nicht. Schon die ersten beiden, unter Loewes Fittichen entstandenen Symphonien, lassen daran keinen Zweifel ...
Konzerteinführung um 17.15 mit Dr. Matthias Corvin.
Veranstaltungsort: Zeughaus Neuss, Markt 42-44, 41460 Neuss
Weitere Informationen www.deutsche-kammerakademie.de

Kultur, Musik und Begegnung
Frühjahr im Maxhaus
„Hör auf zu versuchen, Gott zu sein“
Performance über Männlichkeit von waltraud900 im FFT Düsseldorf (6.3. & 8.3.)
Das NEINhorn von Marc-Uwe Kling und Astrid Henn
Premiere im Central 1 am 8.3. - Junges Schauspiel
Springmaus - Mice Girls
8.3. in der Stadthalle Ratingen
HOLY SHIT
Sinnliche Erfahrung und kollektive Explosion am tanzhaus nrw
Katie Freudenschuss - Nichts bleibt wie es wird
13.3. im Kulturhaus Süd
Von der Schönheit an sich
OrgelPassion“, „Voluntaries“ und „Aurea“ ab dem 14. März 2026 in der Oper am Rhein.
Verbrennungen — von Wajdi Mouawad
Premiere im Kleinen Haus am 14.3. - Stadt:Kollektiv
MAHLER 9
15. März um 18 Uhr im Zeughaus Neuss
Café Kult: Swing Kabarett Revue
19.3. im Bürgerhaus Reisholz
Georgette Dee singt – begleitet am Flügel von Terry Truck
20.3. im Savoy-Theater
Filippou & Lucaciu
20.3. in der Jazz-Schmiede
Bubbles – neue Konzertreihe: kitno. & Isabelle Pabst
21.3. im zakk…
Martin Zingsheim – Kannst du dir nicht ausdenken
26. & 27.3. im Kom(m)ödchen
Das Buch der Unruhe von Fernando Pessoa
Premiere im Großen Haus am 28.3.
Ein Konzert für die Menschenrechte
Am 29. März 2026 in der Tonhalle Düsseldorf
„Wir wissen zu wenig voneinander.“
Marlin de Haan entwickelt einen performativen Parcours über Erinnerungen und Austausch
Paradies-Acker von Duygu Agal
7.2. im D‘haus
María de Buenos Aires
Die Tango Operita von Astor Piazzolla hat Premiere (7.2.) im Opernhaus
Stadtjubiläum 2026
Ratingen wird 750 und feiert das ganze Jahr hindurch
Elektronische Klänge und bewegte Körper
Die erfolgreichen Choreograf*innen Daniela Georgieva und Armin Hokmi am tanzhaus nrw
Krieg und Frieden
21.2. im D‘haus Central
Grobschnitt – 55 Jahre Bandjubiläum – Acoustic Party
22.2. im Savoy Theater Düsseldorf
Tyll von Daniel Kehlmann
22.2. im D‘haus
Heinz Strunk – „Kein Geld Kein Glück Kein Sprit“
24.2. im zakk…