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Lady Macbeth

Elektrisierende Geschichte über weibliche Selbstbestimmung

Filmstarts der Woche (2. - 8. November)

"Die Lady Macbeth von Mzensk" des russischen Schriftstellers Nikolai Leskov war unter Stalin als zu subversiv und skandalträchtig in der Sowjetunion verboten. William Oldroyd adaptiert die Geschichte und fädelt neben der Genderthematik auch geschickt Fragestellungen zu Rassismus mit ein. Ästhetisch präzise und hervorragend gespielt ist dieses minimalistisch inszenierte Drama, das einem die Gefangenschaft der Protagonistin erst in statischen Bildern verdeutlicht, die nach der Erweckung aus ihrer Lethargie schließlich regsam werden. Ganz auf Florence Pugh ist alles zugeschnitten, die die radikal Liebende mit dem wachsenden eisernen Willen meisterhaft verkörpert. Dass essentielle Nebenrollen mit farbigen Schauspielern besetzt sind, verleiht der elektrisierenden Geschichte über weibliche Selbstbestimmung zusätzliche Aktualität.
Täglich, außer Mittwoch, um 21.30 Uhr (Dienstag in OmU) im Bambi Filmstudio.

Ben und Joshua Safdie inszenieren mit "Good Time" einen fulminanten Thriller mit Kultpotential und treiben ihren Hauptdarsteller Robert Pattinson zu einer Höchstleistung an, die man so nicht von ihm erwartet hätte. Als abgewrackter Kleinkrimineller unternimmt er eine Odyssee durch das nächtliche New York.
Täglich um 21.15 Uhr (Sonntag in OmU) im Metropol Kino.

Paul Gaugin (1848-1903), Wegbereiter des Expressionismus’, schöpfte einen großen Teil seiner Inspiration aus seiner Zeit im selbsterwählten Exil in Polynesien. Fernab der Zivilisation, reduziert auf das Nötigste, findet er auf Tahiti neue kreative Kraft, die junge Eingeborene Tehura erwächst dem französischen Maler (Vincent Cassel) zur Muse. "Gauguin", Künstlerdrama.
Täglich, außer Donnertag, um 16.45 Uhr und, außer Montag, um 19.00 Uhr (Sonntag um 19.00 Uhr in OmU), sowie Samstag unnd Sonntag um 14.30 Uhr im Cinema Kino.

Ein dramaturgischer Bogen ohne Dialoge, und die „Schauspieler spielen Schauspieler“. Das ist die Grundlage dieses teilimprovisierten Dramas, das vom "Casting" der Hauptrolle an einem Filmset erzählt. Dreh- und Angelpunkt bildet ein Anspielpartner (Andreas Lust). Regisseur Nicolas Wackerbarth reflektiert den Kunstbetrieb zwischen schöpferischem Ideal und Eigennutz.
Täglich um 19.00 Uhr im Metropol Kino.

Im Sommer 1972 bringt die Watergate-Affäre Nixon in Erklärungsnot. Mit Nachdruck versucht er, die Ermittlungen des FBI zu vereiteln, indem er sogar den Chefposten mit einem eigenen Mann besetzt. Vize-Chef Felt (Liam Neeson) beäugt die Vorgänge mit großer Sorge – am Ende lässt ein Whistleblower den Machtmissbrauch auffliegen. "The Secret Man", spannender Thriller mit aktueller Relevanz.
Täglich um 21.15 Uhr (Sonntag in OmU) im Cinema Kino, außerdem täglich im CinestarUFA Palast und UCI Düsseldorf.

Nachdem er mit dem Literaturnobelpreis geadelt wurde, hat sich der in Spanien lebende Schriftsteller Daniel Mantovani rar gemacht. Als aber sein kleiner Heimatort in der Nähe von Buenos Aires nach ihm fragt, macht er sich auf zu den Wurzeln seines Lebens und literarischen Schaffens. Die offenen Arme, die ihn empfangen, schließen sich jedoch bald zur Klammer. Fast dokumentarisch schildert das argentinische Regie-Duo Gaston Duprat und Mariano Cohn die Odyssee ihres Protagonisten, der von Oscar Martinez („Wild Tales“) ganz großartig verkörpert wird. Mit Sinn fürs Skurrile und viel schwarzem Humor karikiert "Der Nobelpreisträger" sowohl das Kleinstadtleben als auch den Kulturbetrieb und seine Folgen.
Täglich um 21.30 Uhr (Dienstag in OmU) im Bambi Filmstudio.

Zwölf Jahre nach seinem Oscar-Erfolg liefert Luc Jacquet neue Einblicke in die Welt der Kaiserpinguine. In der Antarktis beobachtet er Nachwuchs, der flügge wird. Junge Pinguine erforschen Wasser und Eis, lernen schwimmen, tauchen, überleben. Dabei entpuppen sie sich so gar nicht scheu vor der Kamera und werden Jacquets „Gefährten“. "Die Reise der Pinguine 2", Coming-of-Age-Doku der anderen Art.
Täglich um 15.00 Uhr und, außer Montag, 17.00 Uhr (Sonntag um 17.00 Uhr in OmU) im Atelier Kino, sowiw tälich im UCI Düsseldorf.

Das Volk der Ju/'Hoansi in der Kalahari ist entwurzelt: die Jagd verboten, das Land umzäunt. Also bricht eine Gruppe von ihnen auf Richtung Europa, um zu sehen, wo die Touristen herkommen, denen sie daheim begegnen. Die Doku "Ghostland – Reise ins Land der Geister" begleitet die Reisenden durch Namibia bis hin ins moderne, zivilisierte Europa. Unterhaltsamer Kulturaustausch, der zur Selbstreflexion einlädt. 
Täglich, außer Sonntag, um 17.00 Uhr, sowei am Sonntag um 16.30 Uhr in Anwesenheit der Regisseure im Bambi Filmstudio.

Außerdem starten diese Woche neu: Aleksey Uchitels historisches Liebesdrama Mathilde (Cinestar), Geremy Jaspers gefeiertes Musikerdrama Patti Cake$ – Queen of Rap (UFA Palast), Angela Robinsons Drama Professor Marston & The Wonder Women (UFA Palast), Conrad Heltens Trickfilmabenteuer Barbie – Die Magie der Delfine (Cinestar, UCI Düsseldorf, UCI Neuss), Bedran Güzels türkische Komödie Yol Arkadasim (UFA Palast), Kamil Çetins Ketenpere (UFA Palast), Klim Shipenkos Weltraumabenteuer Salyut 7 (Cinestar, UCI Düsseldorf), Kunihiko Yuyamas Pokémon – Der Film: Du bist dran! (Cinestar, UCI Düsseldorf, UCI Neuss) und Levan Tsikurishvilis Musikerportrait Avicii: True Stories (UCI Düsseldorf)

Alle Trailer hier: Playlist

Previews in dieser Woche: Scott Moores und Jon Lucas' Bad Moms 2, Jonathan Daytons und Valerie Faris' Battle of the Sexes – Gegen jede RegelMarkus Gollers Simpel und George Clooneys Suburbicon

biograph Redaktion

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