Eigentlich ein Grund zur Freude und froher Erwartung, wenn da nicht das bestürzende Wahlergebnis des 6. Septembers wäre. Einen Monat später trifft sich der neue Landtag zu seiner konstituierenden Sitzung in Sachsen Anhalt. Egal, ob die „Frau in Rot“ gegen „Blau“ vorher in Mecklenburg-Vorpommern gewonnen hat oder nicht – die Lage ist brenzlig.
Frau Liese wünscht trotzdem von Herzen ein starkes JA zu unserem Zusammenleben, zu unseren Feiern des Lebens.
Düsseldorf kommt mir in diesem Herbst wie ein opulenter Präsentkorb vor: Das K20 mit der sagenhaften Franz-Marc-Ausstellung. Und wieder rät Frau Liese dringend zum Erwerb der Artcard, weil Sie sich sicherlich mehrmals das umfangreiche, vielfältige Werk von 120 farbfunkelnden Gemälden gönnen möchten. „Die Suche nach einer besseren Welt“ (der Titel dieser glanzvollen Schau) beunruhigt mich allerdings ein bisschen, weil ich in den Bildern von 1909 – 1914 auch eine nervöse Vorkriegsspannung spüre. Die große Sehnsucht nach Harmonie mit der Natur wird geradezu sinnlich in Pferden und Füchsen, Katz und Hund beschworen. Doch da gibt es auch das düstere „Arme Land Tirol “ – das mit schwarzen, ausgemergelten Kleppern, Grabkreuzen und abgestorbenen Bäumen ein Unbehagen auslöst. Adler und Regenbogen in einer Bildecke symbolisieren eine Hoffnung, die Franz Marc leider mit vielen Künstlerfreunden teilte (seine Künstlerfreundinnen dachten anders), nämlich die, dass ein Krieg im kriselnden Europa zu einer „Reinigung“ führen würde. Ein brandgefährlicher Irrtum, den nicht nur er mit einem frühen Tod bezahlte, sondern vielen Millionen Menschen (und Tieren) das Leben gekostet hat. Letztendlich führte dieses grausame Gemetzel zu der nächsten Menschheitskatastrophe: zum Holocaust und dem 2. Weltkrieg.
Frau Liese wünscht sich eine bessere Stimmung – und tankt Kraft bei den bunten Nanas im Kunstpalast. Niki de Saint Phalle (geb.1930) hatte zwar auch Fürchterliches erlebt, aber wie sie sich freikämpfte und künstlerisch ein so beeindruckendes, inspirierendes und ermutigendes Gesamtwerk erschuf, das hilft und ermächtigt bis heute uns Frauen – und fortschrittliche Frauenfreunde und Kinder lieben sie auch.
Um äußeren und innerem Krieg geht es ganz neu im Schauspielhaus beim träumenden PRINZ VON HOMBURG (Kleist). Ich bin gespannt auf den Regisseur Ulrich Rasche, der für seine Inszenierungen sehr gerühmt wird.
Im NRW Forum freue ich mich auf ASIA POP. Hello-Kitty-Kitsch und ostasiatisches Essen – Animationsfilme und Comics heitern mich vielleicht auf – meine Enkelinnen sicherlich.
Die jüngste überrede ich am Ende des Oktobers dazu, mit der Omi ins Central zu gehen. Dort spielt das Junge Schauspiehaus das „NEINhorn“.
Und Sie, liebe NEINsager und NEINsagerinnen, bitte ich: SAVE THE DATE – den 26. Oktober um 18 Uhr (Montag) vor dem Heinrich-Heine-Institut, Bilkerstr.12-14. Kommen Sie auf die „Straße der Romantik und der Revolution“ und stören wir gemeinsam den Vortrag in diesen Räumen (angemietet von der AfD Düsseldorf), des Nazis Matthias Helferich, dem „freundlichen Gesicht des NS“ (Selbstbezeichnung) „Kulturpolitik von rechts“ will er darstellen und bewerben. NEIN zu dieser bodenlosen Provokation. Bei der Bücherverbrennung flogen Heines Schriften ins Feuer. Wehren wir uns für ihn und für uns.
Zum Schluss wünscht Frau Liese uns allen Erfolg gegen diese Menschenfänger, die „das Blaue vom Himmel“ versprechen, aber uns nur ein BLAUES WUNDER bescheren werden.
Bleiben wir unbeirrt und zuversichtlich. Bleiben wir MENSCH.
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Muss ich diesen Sommer durch die Röhre gucken?!
Wenn es um Sommer, Sonne, Freibad oder Meer geht, ja, das wird bis August so sein.
Buntstifte für Alle!
Hinter der knallbunten Stele strahlt Frau Liese über die kurz aufleuchtende Sonne.
VON WEIT UND NAH – GANZ NAH
TIKKUN OLAM (hebräisch für „Reparatur der Welt“) stammt aus der rabbinischen Literatur und bedeutet, die Welt besser und gerechter zu machen.
Frau Liese wünscht
im April in Farbe zu baden.
Was uns vom Karneval bleibt?
„MER BLIEVE BUNT, EJAL WAT KÜTT.“
Frau Liese wünscht
Mit Inselglück und Extrawurst
Frau Liese wünscht Ihnen ein gutes Neues Jahr.
Mögen Engel um uns sein – die brauchen nicht wie Bruno Ganz auszusehen; es können Nachbarn, Fremde, Freundinnen sein. Lasst uns im Neuen Jahr für unsere Mitmenschen Engel in Zuneigung und Wärme sein.
Vorhang auf zum „Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können“
Jean Paul, ein fränkischer Dichter, der im 18. und 19. Jahrhundert ein richtiger Bestsellerautor war, meinte mit dem Paradies die Erinnerungen an die Kindheit.
Montags geöffnet – Montags offen – die Woche kann kommen...
Monday is good to me. Montags im Museum sein. Das geht im Aquazoo.
Das ist so eine Sache, das mit der Sonne:
scheint sie zu viel, geht es uns und der Natur schlecht, scheint sie zu wenig, ist alles trüb.
In die Sonne schauen
Ein Film, der ab 28. August in den Kinos läuft und der bisher schon großes Staunen und Verzückung entfesselt hat – darauf können wir uns freuen. Überhaupt ist das so eine Sache mit dem Freuen:
CHAGALL – und kein Ende?
Doch, leider, zumindest hier in Düsseldorf endet diese faszinierende, farbexplodierende Jahrhundertschau für uns am 10. August 2025.
Aufsetzen mochte ich ihn nicht – BEUYS’ HUT,
aber in seinen Kopf hätte ich gerne früher mal geschaut. Oder besser nicht?
Schönes finden.
Das wünscht sich Frau Liese – und begibt sich in diesem Frühsommer auf die Suche.
80 Jahre nach Kriegsende und Befreiung
DÜSSELDORF ERINNERT in einem Programmheft zur Gedenkveranstaltungsreihe von Januar bis Mai 2025
Frau Liese wünscht
„Grau, teure Freundin, ist alle Theorie, und grün des Lebens goldner Baum.“
Karneval, Kunst, Freigeist:
Stadtmuseum zeigt Ausstellung zu Jacques Tilly. 11.2. - 10.8.2025
Frau Liese wünscht
TODAY IS A GOOD DAY FOR A GOOD DAY
Frau Liese hat ein Teekesselchen zur rechten Zeit entdeckt
und bewegt sich aus dem November-Blues in einem anderen Takt, denn da dreht sich was.
Auf die Plätzchen, fertig los! Und dann noch Plastiktännchen in Pink
So schräg kam Weihnachten noch nie zu Frau Liese
Frau Liese wünscht
Abwarten und Tee trinken... Wie schwer ist das denn?!!
Auf die Kunst und das Leben
Der Herbst leuchtet in bunten Farben, es ist altweiberfein warm und es gibt Ferien und einen Feiertag.
IMAGINE
Diese innige Ballade aus den 70ern von Lennon-Ono sorgte am 10. August in Paris für magische Momente.
Geburtstag im Sommer.
Fast alle sind weg. Zeit zu lesen. Das neue Buch ALTERN kommt da gerade recht, vor allem wenn es von Elke Heidenreich geschrieben ist. (2024 Hanser Berlin)