Wenn wir in Ferien zu apriligen Zeiten nach Borkum, unserer Familieninsel fahren, dann habe ich das lebensbejahende Gedicht von Mascha Kaleko im Kopf: „Ich freu mich, dass am Himmel Wolken ziehen…“ („In meinen Träumen läutet es Sturm“, 1935). Und ich freue mich auch darüber, dass ich die Entwicklung der kleinen Inselgrundschule ganz nah erleben konnte, weil wir am „Schulgang“ immer gerne wohnen. Jetzt ist es – wir können es hören und sehen – bunter, freier und viel fröhlicher. Juchzende Kinderstimmen und Möwengeschrei. Alte Schulgespenster lösen sich im frischen Wind auf. „AMAL heißt auf Arabisch HOFFNUNG, sagt eine stolze Mama, deren quietschvergnügt hüpfendes Mädchen mich bezauberte. Meine Gedanken verbanden die Inselschule mit meiner Grundschule auf der Citadellstraße, der Maxschule. Wie wunderbar, dass ich auch dort, schon seit etwa 40 Jahren, ein unvergleichlich besseres, freundlicheres, lebendigeres Schulleben – ganz nah – erleben kann. Buntstifte gibt es für Alle - und Spaß und Freude. Und spätestens während der Diskopause verflüchtigen sich auch dort, in meiner Fantasie grollend und zeternd, die letzten Geister einer tiefschwarzen Pädagogik. Frau Liese wünscht allen Kindern gute und liebevolle LERNLEBENSORTE. Das wird dann wie ein starker, schützender, bunter Zaun gegen lebensfeindliche Elemente wirken. Und mit dieser Hoffnung stürze ich wieder in der Carlstadt kopfüber ins kulturelle JUNILEBEN.
„Mir reicht’s. Ich geh’ mal beten“ – habe ich kürzlich auf einer Karte gesehen. Bestimmt oft, in diesen trumpigen und putinesken Zeiten nicht die schlechteste Wahl. In diesem Fall gehe ich zum STAUNEN in die Johanneskirche. Dort umfängt mich geradezu mit grüner Ruhe die kenianische Kosmosfrau der Fotokünstlerin Katharina Mayer. Ich verliere mich im Staunen über die Schönheit dieser großen und großartigen Installation – und genieße den sakralen Raum. Auf Seite 51 beschreibt Anastasia dieses Projekt kenntnisreich und eindrucksvoll. Im Rahmen des Art:walk Festivals endet dieses Ausstellungsprojekt mit einem Performance-Abend dreier Künstlerinnen PER FORMA am 13. JUNI, 19 UHR.
ZUM STAUNEN wird es bei diesem Festival genug geben. Take a walk on the art:side – 13.6. Museumsnacht, 14.6. Tag der Bühnen.
Und das bringt Frau Liese in eine melancholische, dankbare und zuversichtlich-hoffnungsvolle Stimmung. Mit der Vorstellung (drinnen und draußen) DIE UNENDLICHE GESCHICHTE endet 42 Tage später die Ära Wilfried Schulz als Düsseldorfer Intendant. Diese 10 Jahre sind mir im Flug vergangen und werden mir in kostbarer Erinnerung bleiben. Mein größter Vertrauensbeweis war, dass ich mich für fast 6 Stunden ins CENTRAL begeben habe. Auch diese Zeit ist mir im Fluge vergangen. Es war aufregend, passte genau in unsere Zeit und regt mal wieder zum Lesen an: KRIEG UND FRIEDEN von Leo Tolstoi. Die vierbändige Diogenes-Taschenbuch-Ausgabe befindet sich seitdem in Reichweite. Dort finde ich das, was ich zum Leben brauche: eine Zuversicht, eine vorwärts blickende Grundstimmung, die das Werk durchzieht – trotz Krieg und Tod. Ich vermisse Wilfried Schulz schon jetzt. Ich werde den Katalog: D’haus 2016 – 2026 hoch in Ehren halten. Ich konnte den noch kostenlos im Foyer erhalten. Versuchen Sie es auch, sonst ist er im Buchhandel erhältlich. Das sehr ansprechend gestaltete neue Programm tröstete mich etwas und ANDREAS KARLANGANIS macht mich neugierig. Er zitiert in diesem Heft eine meiner Lieblingsbildhauerinnen: KATHARINA FRITSCH. Sie fordert in dem Zitat: „GLAMOUR FÜR ALLE“. Er findet, dass das ein sehr inspirierendes Motto für seine zukünftige Arbeit sein kann. Es meint das gemeinschaftliche ästhetische Erleben und Feiern im geteilten Raum des Theaters und die Euphorie, die daraus entstehen kann. Der Ansatz klingt für mich toll, denn Frau Liese wünscht, dass Glamour, Buntes, Helles unsere Tage versüßen mögen – dass wir offen sind für Neues – und so auch den NEUEN feiern. AUF DAS LEBEN
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VON WEIT UND NAH – GANZ NAH
TIKKUN OLAM (hebräisch für „Reparatur der Welt“) stammt aus der rabbinischen Literatur und bedeutet, die Welt besser und gerechter zu machen.
Frau Liese wünscht
im April in Farbe zu baden.
Was uns vom Karneval bleibt?
„MER BLIEVE BUNT, EJAL WAT KÜTT.“
Frau Liese wünscht
Mit Inselglück und Extrawurst
Frau Liese wünscht Ihnen ein gutes Neues Jahr.
Mögen Engel um uns sein – die brauchen nicht wie Bruno Ganz auszusehen; es können Nachbarn, Fremde, Freundinnen sein. Lasst uns im Neuen Jahr für unsere Mitmenschen Engel in Zuneigung und Wärme sein.
Vorhang auf zum „Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können“
Jean Paul, ein fränkischer Dichter, der im 18. und 19. Jahrhundert ein richtiger Bestsellerautor war, meinte mit dem Paradies die Erinnerungen an die Kindheit.
Montags geöffnet – Montags offen – die Woche kann kommen...
Monday is good to me. Montags im Museum sein. Das geht im Aquazoo.
Das ist so eine Sache, das mit der Sonne:
scheint sie zu viel, geht es uns und der Natur schlecht, scheint sie zu wenig, ist alles trüb.
In die Sonne schauen
Ein Film, der ab 28. August in den Kinos läuft und der bisher schon großes Staunen und Verzückung entfesselt hat – darauf können wir uns freuen. Überhaupt ist das so eine Sache mit dem Freuen:
CHAGALL – und kein Ende?
Doch, leider, zumindest hier in Düsseldorf endet diese faszinierende, farbexplodierende Jahrhundertschau für uns am 10. August 2025.
Aufsetzen mochte ich ihn nicht – BEUYS’ HUT,
aber in seinen Kopf hätte ich gerne früher mal geschaut. Oder besser nicht?
Schönes finden.
Das wünscht sich Frau Liese – und begibt sich in diesem Frühsommer auf die Suche.
80 Jahre nach Kriegsende und Befreiung
DÜSSELDORF ERINNERT in einem Programmheft zur Gedenkveranstaltungsreihe von Januar bis Mai 2025
Frau Liese wünscht
„Grau, teure Freundin, ist alle Theorie, und grün des Lebens goldner Baum.“
Karneval, Kunst, Freigeist:
Stadtmuseum zeigt Ausstellung zu Jacques Tilly. 11.2. - 10.8.2025
Frau Liese wünscht
TODAY IS A GOOD DAY FOR A GOOD DAY
Frau Liese hat ein Teekesselchen zur rechten Zeit entdeckt
und bewegt sich aus dem November-Blues in einem anderen Takt, denn da dreht sich was.
Auf die Plätzchen, fertig los! Und dann noch Plastiktännchen in Pink
So schräg kam Weihnachten noch nie zu Frau Liese
Frau Liese wünscht
Abwarten und Tee trinken... Wie schwer ist das denn?!!
Auf die Kunst und das Leben
Der Herbst leuchtet in bunten Farben, es ist altweiberfein warm und es gibt Ferien und einen Feiertag.
IMAGINE
Diese innige Ballade aus den 70ern von Lennon-Ono sorgte am 10. August in Paris für magische Momente.
Geburtstag im Sommer.
Fast alle sind weg. Zeit zu lesen. Das neue Buch ALTERN kommt da gerade recht, vor allem wenn es von Elke Heidenreich geschrieben ist. (2024 Hanser Berlin)
Leben, Lieben, Lernen
Das Leben sollte ein fortwährendes Lernen sein – in dem Sinne, dass empathische, angstfreie Neugier uns immer erhalten bleiben möge.
Frau Liese wünscht
sich jeden Tag Pelemele