Auf der Suche nach Blau war ich, trotz Regen auf dem Carlsplatz, schon mal gar nicht so weit entfernt von einem geradezu „musikalischen BlauTöneWerk“.
Bei Beck und Eggeling, Bilker Str. 4 – 6, hängen Bilder von Heinz Mack bis zum 23. Mai 2026. „Das Licht ist das Kleid der Malerei“ philosophiert der jetzt 95 Jährige – und ist inzwischen schon selbst, mit seinem vielschillernden Schaffen (über 7 Jahrzehnte) eine wunderbare Lichtgestalt. In der Zero-Stiftung können wir bis zum 13. Juni (auf der Hüttenstraße 104 ) erstmalig sein fotografisches Werk anschauen. Die Direktorin der Stiftung weiß um Mack’s große Musikalität und erzählte: „Wenn Mack heute malt, dann macht er eigentlich Musik.“ Das blaue Bild bei Beck und Eggeling hat mich wirklich angeklungen – zart und zauberhaft. Wenn ich in der aktuellen Kunstpalast-Ausstellung meine Suche nach BLAU fortsetzen will, bin ich dort goldrichtig. BLAURICHTIG. Monet – Cézanne – Matisse aus der Privatsammlung der Familie Scharf (bis zum 9.8. 2026). Matisse bringt mich innerlich zum Tanzen.
Frau Liese hört gerne imaginierten Matisse-Jazz und könnte mit IKARUS wolkenreiten. Die schwarze Figur (Ikarus) tanzt uns aus Himmel und Sternen an – mit Rhythmus und Melodie.
Vor der Waterloo Bridge (Monet) kann ich stehen und mich mit dem glitzernden Blassblau, Zartviolett so vermählen, dass die Grenzen zwischen oben und unten verschwinden.
Wie wunderbar wird erst das PALASTBLÜHEN im Kunstpalast werden, wenn wir vom 17. bis zum 26. April die Augen – und auch die Schnuppernasen – verwöhnen dürfen. Natur, verwandelt durch Floristinnen und Floristen, gestalten die Räume zu spannenden temporären Installationen. Ich verspreche mir hohen Genuss.
In den Osterferien möchte Frau Liese, auf der Suche nach noch mehr Farb-Bade-Erlebnissen, nach WIESBADEN fahren (im WIESENGRÜN baden?!) – in das neue Reinhard Ernst Museum (mre – seit 2024). DENK NICHT, SCHAU! Wolfgang Hollegha (15.3. –25.10. 2026.)
Eine Sonderveröffentlichung des Zeit Weltkunst Verlags machte mir diesen österreichischen, abstrakten Maler bekannt – und löste gleich mit den Bildbeispielen Freude und Neugier aus. Von „mitreißend schönen, aus Radikalität und Reduktion geborenen Farbkompositionen“ ist die Rede. FRAU LIESE IS COMING SOON.
In diesem Zusammenhang möchte ich wärmstens JAKOB SCHWERTFEGER empfehlen. Ich lese seine Kolumne gerne in Chrismon und in seinem Buch: ICH SEHE WAS, WAS DU NICHT SIEHST, UND DAS IST KUNST. Er ist Kunsthistoriker und Comedian! Von ihm übernehme ich den Ausdruck, dass er im mre Wiesbaden Lust auf einen „Bauchklatscher in die Farbe“ bekam. Ich, Angstweltmeisterin im Springen, kann das fürs Farbeintauchen genau so auch fühlen. DENK NICHT, SCHAU!
Frau Liese möchte hier, an dieser Stelle Ihnen was gestehen: Das mit dem NICHT DENKEN ist ganz furchtbar schwer, aber ich habe mir selbst diese regelmäßigen Genusszeiten verschrieben, weil die politische Weltlage mich sonst um den Verstand bringt. Wenn ich über die entsetzlichen Kriege, den Vormarsch von Brutalität, Profitgier, Dummheit und Freiheitsberaubung nachdenke… dann bin ich wirklich um den Schlaf gebracht. Dann helfen auch Kino und Kultur weniger, als ein aufschlussreicher Vortrag von einem, dessen Expertise ich vertraue. GÖTZ ALY wird am 23. 4. um 19.00 ins MAXHAUS kommen: „WIE KONNTE DAS GESCHEHEN? Deutschland 1933 bis 1945“
Diese Frage fürchte ich von meinen Kindern und Enkeln. Wenn der Schoß tatsächlich noch fruchtbar sein sollte...?! Wenn die AfD immer stärker und schamloser wird? Wenn wir in den USA immer stärker werdende faschistische Strukturen erkennen müssen? Wenn Regierende hierzulande sich immer mehr so aufführen wie Kulturstaatsminister Weimer? Dann bin ich um jeden Freund und um jede Freundin dankbar, dann bin ich dankbar für Orte, an denen der vernünftige, respektvolle Gedankenaustausch gepflegt wird und ich bin dankbar für mein Veedel, in dem ich mich sicher und eingebettet fühle. TROTZDEM müssen wir alle wachsam sein und unsere Welt und unsere Werte schützen. Dann werden wir auch tanzen!! Am 30.4. TANZ in den Mai, im ZAKK – ab 19.00. WE WILL DANCE AGAIN. Lasst uns das Leben feiern.
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Was uns vom Karneval bleibt?
„MER BLIEVE BUNT, EJAL WAT KÜTT.“
Frau Liese wünscht
Mit Inselglück und Extrawurst
Frau Liese wünscht Ihnen ein gutes Neues Jahr.
Mögen Engel um uns sein – die brauchen nicht wie Bruno Ganz auszusehen; es können Nachbarn, Fremde, Freundinnen sein. Lasst uns im Neuen Jahr für unsere Mitmenschen Engel in Zuneigung und Wärme sein.
Vorhang auf zum „Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können“
Jean Paul, ein fränkischer Dichter, der im 18. und 19. Jahrhundert ein richtiger Bestsellerautor war, meinte mit dem Paradies die Erinnerungen an die Kindheit.
Montags geöffnet – Montags offen – die Woche kann kommen...
Monday is good to me. Montags im Museum sein. Das geht im Aquazoo.
Das ist so eine Sache, das mit der Sonne:
scheint sie zu viel, geht es uns und der Natur schlecht, scheint sie zu wenig, ist alles trüb.
In die Sonne schauen
Ein Film, der ab 28. August in den Kinos läuft und der bisher schon großes Staunen und Verzückung entfesselt hat – darauf können wir uns freuen. Überhaupt ist das so eine Sache mit dem Freuen:
CHAGALL – und kein Ende?
Doch, leider, zumindest hier in Düsseldorf endet diese faszinierende, farbexplodierende Jahrhundertschau für uns am 10. August 2025.
Aufsetzen mochte ich ihn nicht – BEUYS’ HUT,
aber in seinen Kopf hätte ich gerne früher mal geschaut. Oder besser nicht?
Schönes finden.
Das wünscht sich Frau Liese – und begibt sich in diesem Frühsommer auf die Suche.
80 Jahre nach Kriegsende und Befreiung
DÜSSELDORF ERINNERT in einem Programmheft zur Gedenkveranstaltungsreihe von Januar bis Mai 2025
Frau Liese wünscht
„Grau, teure Freundin, ist alle Theorie, und grün des Lebens goldner Baum.“
Karneval, Kunst, Freigeist:
Stadtmuseum zeigt Ausstellung zu Jacques Tilly. 11.2. - 10.8.2025
Frau Liese wünscht
TODAY IS A GOOD DAY FOR A GOOD DAY
Frau Liese hat ein Teekesselchen zur rechten Zeit entdeckt
und bewegt sich aus dem November-Blues in einem anderen Takt, denn da dreht sich was.
Auf die Plätzchen, fertig los! Und dann noch Plastiktännchen in Pink
So schräg kam Weihnachten noch nie zu Frau Liese
Frau Liese wünscht
Abwarten und Tee trinken... Wie schwer ist das denn?!!
Auf die Kunst und das Leben
Der Herbst leuchtet in bunten Farben, es ist altweiberfein warm und es gibt Ferien und einen Feiertag.
IMAGINE
Diese innige Ballade aus den 70ern von Lennon-Ono sorgte am 10. August in Paris für magische Momente.
Geburtstag im Sommer.
Fast alle sind weg. Zeit zu lesen. Das neue Buch ALTERN kommt da gerade recht, vor allem wenn es von Elke Heidenreich geschrieben ist. (2024 Hanser Berlin)
Leben, Lieben, Lernen
Das Leben sollte ein fortwährendes Lernen sein – in dem Sinne, dass empathische, angstfreie Neugier uns immer erhalten bleiben möge.
Frau Liese wünscht
sich jeden Tag Pelemele
Frau Liese will ans Meer
Aber Kofferpacken heißt: Es müssen viele Bücher draußen bleiben. Welche kommen mit – auf die Insel?
„Der Junge muss an die frische Luft“ (Film 2018)
– und Frau Liese auch – immer, auch bei Schietwetter.