Mit Kunst, Kino, Theater, Musik, guter Gesellschaft, leckerem Essen und Büchern – so versucht Frau Liese in dem allgemeinen Desaster den Kopf und den Verstand nicht zu verlieren.
Ein Ort passt für mich immer: DIE INSEL HOMBROICH. Diese niederrheinische Landschaft, die begehbaren Pavillons, die zu jeder Jahreszeit einladende Natur – Ruhe und Schönheit verzaubern. Tiere lassen sich durch Menschen nicht stören, auch wenn Frau Liese in den höchsten Tönen ihren ersten leibhaftigen Biber bejubelt. Dieser Pausback schenkte einen kleinen, feinen Glücksmoment.
Aber es sind leider oft nur kurze Momente des Glücks. Ich suche und finde sie, denn ich will mich nicht unterkriegen lassen von dem Weltgeschehen.
Jetzt erst verstehe ich die Kriegstagebücher von Astrid Lindgren richtig: DIE MENSCHHEIT HAT DEN VERSTAND VERLOREN. (Ullstein) In diesem Titel ist das Entsetzen hörbar, die gefühlte Ohnmacht. 1939 bis 1945 versuchte Astrid Lindgren durch Schreiben zu dokumentieren, einzuordnen, ihre Gefühle zu sortieren und ihren Alltag zu beschreiben und zu bewältigen. Auch sie schafft für sich und ihre Familie schöne Situationen. Es wird gefeiert und geschmaust, doch immer mit dem Anflug eines schlechten Gewissens: Dürfen wir es uns eigentlich so gut gehen lassen, während so viele Menschen bitter leiden und sterben?!
Wer von uns stellt sich nicht diese Fragen?! Wir sitzen im Warmen und sehen die Bilder aus der Ukraine. Wir sehen die Bilder von Gaza und hören fassungslos, dass nach Trumps Vorstellung eine Art Ersatz-UN, ein FRIEDENSRAT, zu dem auch Putin geladen ist, für Ordnung sorgen soll. DIE MENSCHHEIT HAT DEN VERSTAND VERLOREN.
Wir sitzen hilflos vor den Bildschirmen und verfolgen die mörderische Menschenjagd im Iran. Etwas können wir schon ausrichten: Wir können die iranischen Proteste hier in unserer Stadt unterstützen. In der Menge von 4000 Demonstrierenden am Samstag, den 17. Januar, fühlte ich mich nicht betäubt und hilflos, sondern frisch und lebendig. Ich spürte Frühling: Israelische Fahnen und iranische ZUSAMMEN. Royalisten, Linke, muslimische, christliche, jüdische Menschen gingen gemeinsam auf die Straße gegen die mörderischen Mullahs. Dieses war ein lang anhaltender Glücksmoment.
Um meine gute Laune zu verfestigen, zog es mich ins Kino: EXTRAWURST mit Hape Kerkeling und einem unwiderstehlich witzigen Staraufgebot: Christoph Maria Herbst, Fahri Yardım, Friedrich Mücke – und eine herrlich komische Gaby Dohm.
Danach steht mir ganz besonders der Sinn nach dem nächsten vergnügten Tiefsinn:
HORST SCHLÄMMER SUCHT DAS GLÜCK. Das wünscht sich Frau Liese zu finden – und freut sich auf einen Abend mit dem Eheliebsten, der wenigstens dem TANGO auf der Bühne mit Leidenschaft folgt. Im Februar gibt es die einzige Tango-Oper von Astor Piazzolla im Opernhaus: MARIA de BUENOS AIRES. Diese Maria sucht ihr Glück in der Großstadt und es geht nicht gut aus. Es wird eine Passionsgeschichte zwischen Lebensfreude und Melancholie. Wenn Kunst es schafft, die großen Gefühle zu zeigen und wir voller Empathie mitfühlen können, dann ist das eine Schule des Herzens – eine éducation sentimentale.
Das kann genauso heilen wie ein befreiendes Lachen. Das Leben ist Lachen und Weinen in einem Sack, sagte meine Oma Stern. Sie konnte – nach der Nazizeit – auch wieder lachen und feiern und kochte wundervoll, aber versöhnlich war sie nicht und dem Adenauer hatte sie den Globke nie verziehen. (Staatssekretär 1953, früher beteiligt als Jurist an der Erstellung der antisemitischen NÜRNBERGER GESETZE.) Karneval liebte sie und Jacques Tilly wäre ihr Herzensjunge gewesen. Bejubelt hätte sie seine Furchtlosigkeit und den Düsseldorfer Toleranz-Wagen – und mich hätte sie bei Mutlosigkeit an die frische Luft, ins Kino oder in die Bücherei geschickt. Was Leckeres gekocht und das Radio laut gestellt – mit Musik.
Frau Liese wünscht, mit Oma und Astrid im Herzen, Mut und Zuversicht – und Kamellchen.

Frau Liese wünscht Ihnen ein gutes Neues Jahr.
Mögen Engel um uns sein – die brauchen nicht wie Bruno Ganz auszusehen; es können Nachbarn, Fremde, Freundinnen sein. Lasst uns im Neuen Jahr für unsere Mitmenschen Engel in Zuneigung und Wärme sein.
Vorhang auf zum „Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können“
Jean Paul, ein fränkischer Dichter, der im 18. und 19. Jahrhundert ein richtiger Bestsellerautor war, meinte mit dem Paradies die Erinnerungen an die Kindheit.
Montags geöffnet – Montags offen – die Woche kann kommen...
Monday is good to me. Montags im Museum sein. Das geht im Aquazoo.
Das ist so eine Sache, das mit der Sonne:
scheint sie zu viel, geht es uns und der Natur schlecht, scheint sie zu wenig, ist alles trüb.
In die Sonne schauen
Ein Film, der ab 28. August in den Kinos läuft und der bisher schon großes Staunen und Verzückung entfesselt hat – darauf können wir uns freuen. Überhaupt ist das so eine Sache mit dem Freuen:
CHAGALL – und kein Ende?
Doch, leider, zumindest hier in Düsseldorf endet diese faszinierende, farbexplodierende Jahrhundertschau für uns am 10. August 2025.
Aufsetzen mochte ich ihn nicht – BEUYS’ HUT,
aber in seinen Kopf hätte ich gerne früher mal geschaut. Oder besser nicht?
Schönes finden.
Das wünscht sich Frau Liese – und begibt sich in diesem Frühsommer auf die Suche.
80 Jahre nach Kriegsende und Befreiung
DÜSSELDORF ERINNERT in einem Programmheft zur Gedenkveranstaltungsreihe von Januar bis Mai 2025
Frau Liese wünscht
„Grau, teure Freundin, ist alle Theorie, und grün des Lebens goldner Baum.“
Karneval, Kunst, Freigeist:
Stadtmuseum zeigt Ausstellung zu Jacques Tilly. 11.2. - 10.8.2025
Frau Liese wünscht
TODAY IS A GOOD DAY FOR A GOOD DAY
Frau Liese hat ein Teekesselchen zur rechten Zeit entdeckt
und bewegt sich aus dem November-Blues in einem anderen Takt, denn da dreht sich was.
Auf die Plätzchen, fertig los! Und dann noch Plastiktännchen in Pink
So schräg kam Weihnachten noch nie zu Frau Liese
Frau Liese wünscht
Abwarten und Tee trinken... Wie schwer ist das denn?!!
Auf die Kunst und das Leben
Der Herbst leuchtet in bunten Farben, es ist altweiberfein warm und es gibt Ferien und einen Feiertag.
IMAGINE
Diese innige Ballade aus den 70ern von Lennon-Ono sorgte am 10. August in Paris für magische Momente.
Geburtstag im Sommer.
Fast alle sind weg. Zeit zu lesen. Das neue Buch ALTERN kommt da gerade recht, vor allem wenn es von Elke Heidenreich geschrieben ist. (2024 Hanser Berlin)
Leben, Lieben, Lernen
Das Leben sollte ein fortwährendes Lernen sein – in dem Sinne, dass empathische, angstfreie Neugier uns immer erhalten bleiben möge.
Frau Liese wünscht
sich jeden Tag Pelemele
Frau Liese will ans Meer
Aber Kofferpacken heißt: Es müssen viele Bücher draußen bleiben. Welche kommen mit – auf die Insel?
„Der Junge muss an die frische Luft“ (Film 2018)
– und Frau Liese auch – immer, auch bei Schietwetter.
Frau Liese wünscht,
dass diese Seite ein Lichtsammelplatz wird. Das Neue Jahr hat dunkel genug begonnen und Pessimisten schauen düster in die Zukunft.
Frau Liese wünscht
2024, Neues Jahr, Neue Hoffnung, Melancholie und gute Orte