Mit „Seit Jahrhunderten dasselbe Prinzip: Orchestergraben, erhöhte Bühne, Logen, Parkett. Ein Raum, der Distanz nicht nur erlaubt — sondern vorschreibt. Das Theater hat diese Wand längst eingerissen. Der Tanz auch. Die Oper — gefangen in ihrer eigenen Architektur — kaum.
Die Komische Oper am Rhein stellt seit 2017 genau hier zwei Fragen: Was braucht Oper wirklich? Und was kann sie noch sein? Das Düsseldorfer Ensemble gehört zur Freien Szene — für Oper in Deutschland eine Rarität. Kein festes Haus, kein großes Orchester, kein Vorhang. Stattdessen: ein Aquarium, eine Bibliothek, ein Club, eine Leinwand, Instagram. Die Bühne ist nicht dort aufgebaut. Sie ist bereits da.
Oper wird hier nicht erklärt oder verteidigt. Sie passiert. Chöre aus Menschen, die noch nie gesungen haben. Rapper auf der Bühne. Ein Publikum, das nicht zuschaut — sondern mittendrin ist, ohne es geplant zu haben. „Von einem Abend auf dem Sofa bis in ein großes Opernhaus ist es ein weiter Weg. Irgendwo dazwischen muss etwas sein. Das sind wir.“
Wer kommt? Alle. Menschen, die noch nie eine Oper erlebt haben. Und Menschen, die schon hundert Opern gesehen haben — und genau deshalb kommen. Beide gehen anders raus, als sie reingekommen sind. Was sich verändert, ist nicht die Musik. Es ist die Distanz.
Seit 2024 widmet sich die KOR Mozarts Da-Ponte-Trilogie — drei Werke, die zusammen ein unerbittliches Porträt menschlicher Schwäche zeichnen. Liebe, Verrat, Macht, Begehren. Den Auftakt machte Così fan tutte im Aquazoo Löbbecke — Mozarts zynischstes Liebesdrama zwischen Pinguinen und Piranhas. 2025 folgte Don Giovanni. Im Herbst kommt Le nozze di Figaro. Mozart gehört der Stadt.
Don Giovanni — Wiederaufnahme
Ein Verführer. Ein Lügner. Ein Mann, der bekommt, was er will — durch Charme, durch Macht, ohne Reue. Mozart schrieb ihn 1787. Er könnte heute in den Nachrichten sein.
In der Inszenierung der KOR sitzt man nicht im Dunkeln und schaut zu. Die Sänger*innen sind nebenan, hinter einem, dazwischen. Man hört nicht zu. Man ist dabei — mittendrin in einer Geschichte, die man zu kennen glaubt, bis sie einen selbst anschaut.
Zwei Orte. Zwei Stimmungen. Eine Oper.
17. April · Zentralbibliothek Düsseldorf (KAP1)
Das Publikum folgt den Figuren durch den Raum. Mozart zwischen Bücherregalen — intim, unausweichlich.
22. Mai & 26. Juni · Ratinger Hof
Don Giovanni im Club. Die Sänger*innen sind mitten im Publikum — an der Theke, auf dem Dancefloor, überall. Irgendwann hört man auf zu unterscheiden, was Oper ist und was Nacht. Und dann wird getanzt.
Mehr Infos & Karten
Tel. 0211 4963 0920
www.komischeoperamrhein.de

Das Buch der Unruhe von Fernando Pessoa
Premiere im großen Haus am 28.3.
Rocko Schamoni – The King is Here to Stay
Am 7.4. im zakk…
Next Generation BigBand – JJO NRW & Challenger Camp
Am 11.4. in der Jazz-Schmiede
Ein Weg aus der Gewaltspirale?
Stephan Kimmig inszeniert Elektra im Opernhaus Düsseldorf. Vitali Alekseenok dirigiert.
Pump up THE JAMMM Vol. 2!
Vom 10. bis 12. April 2026 am tanzhaus nrw
Der Theatermacher von Thomas Berhard
Premiere im Kleinen Haus am 16.4.
René Marik – ZeHage!
17. und 18.4. im Savoy Theater Düsseldorf
Zaubershow: Peter Valance
18.4. in der Ratingen, Stadthalle
Café Kult: Reinhard Wilkens - Wolkig bis Heiter
23.4. im Bürgerhaus Reishol
Lars Reichow – Boomerland
23.4. im Kom(m)ödchen
Zwischen unendlicher Zeit und endloser Arbeit
Alexandra Waierstall und Elsa Artmann / SANFTE ARBEIT am tanzhaus nrw
Smartphones raus, Vorhang auf
Festival ON/LIVE am FFT denkt Theater und Digitalität zusammen
Anne Folger - Spielversprechend!
24.4. im Kulturhaus Süd
Kultur, Musik und Begegnung
Frühjahr im Maxhaus
„Hör auf zu versuchen, Gott zu sein“
Performance über Männlichkeit von waltraud900 im FFT Düsseldorf (6.3. & 8.3.)
Das NEINhorn von Marc-Uwe Kling und Astrid Henn
Premiere im Central 1 am 8.3. - Junges Schauspiel
Springmaus - Mice Girls
8.3. in der Stadthalle Ratingen
HOLY SHIT
Sinnliche Erfahrung und kollektive Explosion am tanzhaus nrw
Katie Freudenschuss - Nichts bleibt wie es wird
13.3. im Kulturhaus Süd
Von der Schönheit an sich
OrgelPassion“, „Voluntaries“ und „Aurea“ ab dem 14. März 2026 in der Oper am Rhein.
Verbrennungen — von Wajdi Mouawad
Premiere im Kleinen Haus am 14.3. - Stadt:Kollektiv
MAHLER 9
15. März um 18 Uhr im Zeughaus Neuss
Café Kult: Swing Kabarett Revue
19.3. im Bürgerhaus Reisholz
Georgette Dee singt – begleitet am Flügel von Terry Truck
20.3. im Savoy-Theater
Filippou & Lucaciu
20.3. in der Jazz-Schmiede