biograph: Jochen Molck, 10 Monate Pandemie liegen nun bereits hinter uns, zur Zeit ist Ihr Kulturzentrum zakk erneut im Lockdown. Wie ist die Stimmung im Haus?
Jochen Molck: Durchwachsen, die einen können nicht arbeiten, die anderen haben haben viel zu tun, ständig zu verschieben, neu zu planen und es wird dann doch nichts. Ich bin prinzipiell optimistisch, dass wir die Krise überleben werden und wieder aufmachen können, leider weiß ich nicht wann.
Wie ist die Lage finanziell?
Die Unterstützungen von Bund, Land und vor allem auch der Stadt haben uns wirksam geholfen, es gibt aber Kolleg*innen, freie Mitarbeiter*innen und vor allem Künstler*innen, die kalt erwischt wurden und zunehmend in prekäre Situationen abrutschen. Da ist der ausbleibende Verdienst, aber auch Isolation oder die Notwendigkeit, Homeoffice und Homeschooling miteinander verbinden zu müssen.
Haben Sie digitale Angebote im Programm? Wie werden sie angenommen?
Ganz unterschiedlich, nicht alles funktioniert digital und nach wie vor ist es natürlich ein gravierender Unterschied, ob man ein Konzert live erlebt oder sich zuhause auf dem Bildschirm ansieht. Es geht ja nicht nur um den reinen Kunstgenuss, sondern auch darum, Leute zu treffen, kennenzulernen, sich direkt auszutauschen. Einige Formate funktionieren bedingt auch online, wie z.B. der Science Slam oder auch Trainingsvideos. Und bei einigen Formaten erreichen wir sogar deutlich höhere Reichweiten als analog. Auch Besprechungen und Konferenzen lassen sich digital z.T. besser organisieren, inklusive virtueller Kaffeepausen.
Was macht der lange Lockdown mit Ihren Mitarbeiter*innen?
Das ist sehr unterschiedlich und je nach finanzieller Lage, Wohnsituation, Beziehungsstatus und Persönlichkeit. Ein Spaß ist es aber wohl für niemanden und alle sehnen sich nach mehr Planbarkeit und so etwas wie Normalität.
Wie schätzen Sie die Lage perspektivisch ein? Wie planen Sie für Frühjahr/ Sommer?
Niemand kann zur Zeit eine verlässliche Prognose geben. Ich kann mir vorstellen, dass es ab Ostern etwas einfacher werden wird in kleinerem Maßstab und wir gegebenenfalls open air wieder etwas organisieren. Neben dem großen Wunsch, wieder was auf die Bühne zu bringen, müssen wir aber auch die Risiken sorgfältig abwägen. Ich stehe nicht für Spielen um jeden Preis.
Wie sehen die Konsequenzen aus dem langen Lockdown bzw. den Einschränkungen Ihrer Einschätzung nach für die Düsseldorfer Kulturszene aus?
In großen Teilen wird die Szene den Lockdown irgendwie überleben, ich hoffe die Beschädigungen sind nicht allzu groß. Allerdings ist mit dem Ende des Lockdowns die Krise nicht vorbei. Unser Publikum muss sich wieder sicher fühlen, die Bedürfnisse werden sich vielleicht verändern, beschädigte Strukturen müssen neu aufgebaut werden und auch die ganzen Hilfsmaßnahmen müssen ja irgendwie refinanziert werden. Ich denke, da kommen noch Auseinandersetzungen auf uns zu.
Was können / sollten wir aus der Krise lernen?
Solidarischer miteinander umzugehen, sich besser zu organisieren und den Mut haben Dinge neu zu denken, um für die nächste Krise besser gewappnet zu sein.
Wird zakk bleiben?
Auf jeden Fall, ich kann mir unsere Stadt nicht ohne vorstellen. Das Bedürfnis nach einem lebendigen und vielfältigen Kulturangebot ohne allzu hohe Zugangsschwellen, nach einem Ort für ein gemischtes Miteinander wird nach der Krise eher größer sein. //
www.zakk.de

20 Jahre „Mehr als willkommen“
Feiern Sie mit dem Maxhaus Geburtstag!
Shift the Vibe
Mit dem Festival Claiming Common Spaces starten FFT Düsseldorf und tanzhaus nrw gemeinsam in die neue Spielzeit
Mehr Beweglichkeit in Körpern und Köpfen beim Festival Claiming Common Spaces (10.-13.9.)
FFT und tanzhaus nrw eröffnen gemeinsam die neue Spielzeit
Düsseldorf Festival! 2026
16. September bis 4. Oktober
22. Niederrhein Musikfestival
Klangräume Rheinland am 18. und 25. September
NRW-Slam 2026
im Neanderland im Kreis Mettmann (18. bis 20. Sept. 2026)
PRINZ FRIEDRICH VON HOMBURG von Heinrich von Kleist
Eröffnungspremiere am 18.9. im D'Haus
Spielzeitstart im D‘haus
Ab dem 18. September im Großen Haus
FANNY UND ALEXANDER
Premiere am 19.9. im D‘haus
Spektakuläre Saisoneröffnung mit Igor Levit
18./20./21. September in der Tonhalle
Internationales Düsseldorfer Orgelfestival
26. September bis 1. November 2026
Jazz und Weltmusik für alle!
Noch drei Open Air-Konzerte am Musikpavillon zwischen Schauspielhaus und Schloss Jägerhof.
Niederrhein Musikfestival „Klangräume Rheinland“
23. August – 4. Oktober 2026 in Düsseldorf, Neuss, Mönchengladbach, Jüchen und Nettetal
Ratinger Sommerbühne
trumpft auf mit Comedy, Musik und einem prominenten Fußball-Talk
Der Herbst im Kom(m)ödchen
Programm-Vorschau
DÜSSELDORF FESTIVAL!
Vorschau: 16.9.-4.10.2026
Was ihr wollt
Am 2.7. im Großen Haus
Der Fall McNeal
Am 2.7. im Kleinen Haus
Das Buch der Unruhe
Am 3.7. im Großen Haus
Songs for Drella
Am 4.7. im Kleinen Haus
„Endstation Sehnsucht“
der Literatur- und Filmklassiker als Ballett von John Neumeier
Der Theatermacher
Am 10.7. im Kleinen Haus
Kopfüber ins Abenteuer
Tanzstück „Drunter und Drüber“ am 11.7. im FFT
Freude, Trost und Hoffnung
Motetten von Bach, Mendelssohn, Brahms und Distler am 12. 7. in St. Lambertus
LAGA Neuss
Dialoges on Nature – Naturlyrik & Musik