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Daniela Georgieva Fluscia.
Foto: Maximilian Pramatarov

Elektronische Klänge und bewegte Körper

Die erfolgreichen Choreograf*innen Daniela Georgieva und Armin Hokmi am tanzhaus nrw

Im Februar nehmen zwei gefeierte Gastspiele das Publikum mit auf eine eindrückliche Reise zwischen Tanz und elektronischer Musik.

Mit drei Tänzer*innen und zwei Sounddesigner*innen, die live auf der Bühne agieren, kitzelt Daniela Georgieva mit Fluscia (Fr 20.02. + Sa 21.02.) das Beziehungsgeflecht der Performer*innen untereinander und zum Publikum heraus: Welche Beziehungen, welche Berührungen sind zwischen unterschiedlichen Körpern möglich? Körper, das können Be­wegungskörper, akustische Körper oder affektive Körper sein. Neue Kör­per und Konstellationen entstehen – im Zentrum steht das Zusam­men­spiel der körperlichen Stimmen der Tänzer*innen mit den elektronischen Klängen. Somit erinnert der Titel Flusica „sowohl an die Kunst­richtung Fluxus als auch an Fascia, eine Bindewebestruktur des Kör­pers“ (Helmut Ploebst: Der Standard).
Mit Fluscia knüpft die Düsseldorfer Künstlerin und Cheorografin Da­niela Georgieva an ihr früheres Stück 270206 in Zusammenarbeit mit ihrem Kollegen Hugo le Brigand an, das 2022 in der Kunsthalle in Düs­sel­­dorf uraufgeführt wurde. Daniela Georgieva wandelt zwischen den Künsten. Von der bildenden Kunst kommend, lassen sich ihre Ar­bei­ten zwischen zeitgenössischem Tanz, Performance, visueller Kunst und elektronischer Musik verorten. Bezeichnenderweise hat sie den Förderpreis der Stadt Düsseldorf zweimal bekommen: 2009 für bildende Kunst und 2025 für darstellende Kunst.
Vorab hat das Publikum die Möglichkeit noch tiefer in Fluscia einzusteigen: Am Samstag 21.02. bietet das tanzhaus nrw eine Stunde vor der Auf­führung eine sogenannte Physical Introduction an, bei der sich die Teilnehmer*innen tanzend den Bewegungen des Stücks nähern – das öffnet neue Zugänge zur Choreografie und macht vor allem Spaß. Im Anschluss an Fluscia findet am gleichen Tag auch ein geselliges Gesprächsformat mit den Künstler*innen statt. 

Im Februar kommt außerdem Choreograf Armin Hokmi mit einem Solo­stück ans tanzhaus nrw zurück: Of the Heart (Fr 27.02. + Sa 28.02.) – ein Tanz von Herzen.
Geste für Geste formt die Tänzerin Katherina Jitlatda Horup Solvang scharfe Winkel, gebrochene Linien und plötzliche Brüche. Die Präzision ist extrem, fast schwindelerregend. Dazu erzeugt die rhythmisch-elektronische Musik der in Teheran ansässigen Musiker Ehsan & HEICH den Moment, in dem ein Körper sich bewegen und tanzen will, noch bevor er weiß, welche Form diese Bewegung annehmen wird. 
Im Anschluss von Of the Heart kann am Freitag, 27.02. ab 20:00 im Foyer beim Bülbül Club getanzt werden. Der Bülbül Club ist der Treffpunkt am tanzhaus nrw für gemeinsames Tanzen und Tänze aus Westasien und Nordafrika. Neben dem Tanzen lädt der Club bei freiem Eintritt auch zum Austausch und gemeinsamen Feiern ein.

Unbedingt im Kalender vorzumerken ist auch das beliebte kostenlose Tanzformat Dance like nobody’s watching am Samstag, 21.02. von 15:00 bis 18:00. Kommen und abtanzen – ohne Konsum und Selbst­opti­mierung.

Erlebe Tanz in Düsseldorf: www.tanzhaus-nrw.de

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