Am 14. Mai wird das Kunstwerk von Andreas Strauss, das aus verschließbaren Schlafröhren besteht, in Dortmund/Castrop-Rauxel auf dem Hof Emscher-Auen eröffnet.
Übernachten im öffentlichen Raum? Und noch dazu in einem Kunstwerk? Das ist derzeit auf dem Hof Emscher-Auen in Dortmund Mengede / Castrop-Rauxel entlang des Emscherkunstwegs möglich. Hier befindet sich – neben einem weiteren in Bottrop – der zweite Standort des Projekts „dasparkhotel“ von Andreas Strauss in der Region, der dritte Standort für sein „Röhrenhotel“ insgesamt, womit sich für den Künstler ein Wunsch erfüllt. Für die Umsetzung hat er Kanalrohre zu Schlafkabinen für bis zu zwei Personen umgebaut, die jederzeit über eine automatische Schließanlage in Anspruch genommen werden können. Mit seinen Röhren, die auch im Innenraum künstlerisch ausgestaltet sind, verbindet Strauss nicht nur einen typischen Gegenstand des Ruhrgebiets mit Natur und Kunst, sondern lässt öffentlichen und privaten Raum miteinander verschmelzen. Verbunden damit ist der Pavillon „inside-outside“, der ein attraktiver Ort für Vogelbeobachter werden könnte: „Der Hof Emscher-Auen liegt am Hochwasser-Rückhaltebecken und ist ein besonders günstiger Ort für Naturbeobachtungen“, so Kuratorin Marijke Lukowicz.
Mit dem zweiten Standort entlang des Emscherkunstwegs folgt Urbane Künste Ruhr dem Wunsch nach einer Überarbeitung und Erweiterung der vorhandenen Kunstwerke. 2010 begann die Geschichte des Kunstwegs entlang der Emscher mit der Emscher Kunstausstellung anlässlich des Kulturhauptstadtjahres. Nach dreimaliger nur temporärer Ausführung der Ausstellung beschloss die neue Künstlerische Leiterin, Britta Peters, eine dauerhafte Lösung zu finden und dabei – im Sinne der Nachhaltigkeit – mit den bereits vorhandenen Kunstwerken im öffentlichen Raum anzufangen. „Begonnen hat man zunächst mit zehn Skulpturen aus den drei Ausstellungen, seit 2018 kommen nun auch wieder neue Kunstwerke im öffentlichen Raum hinzu“, berichtet Lukowicz. So entstand in den letzten Jahren entlang der Emscher auf den circa 100 Kilometer zwischen Holzwickede und Duisburg der Emscherkunstweg mit dem Wunsch, das Gewässer, das sich durch das Ruhrgebiet schlängelt und einen ökologischen Zusammenbruch erlitt, nicht nur zu renaturieren, sondern auch zum Bestandteil eines reizvollen öffentlichen Raums zu machen.
dasparkhotel_inside-outside |
bis 30.9., Eröffnung: 14.5. 12-18 Uhr |
Hof Emscher-Auen,
Dortmund Mengede / Castrop-Rauxel |
0234 97 48 35 06 (Urbane Künste Ruhr) |
Buchung auf www.dasparkhotel.net
Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?
Als unabhängiges und kostenloses Medium ohne paywall brauchen wir die Unterstützung unserer Leserinnen und Leser. Wenn Sie unseren verantwortlichen Journalismus finanziell (einmalig oder monatlich) unterstützen möchten, klicken Sie bitte hier.

Ein Ort, Chaos zu sortieren
„House of Balagan“ in der Sammlung Philara
Franz Marc: Die Suche nach einer besseren Welt
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zeigt erste umfangreiche Einzelausstellung von Franz Marc seit 20 Jahren
Helmut Dorner
Bis heute
Dejan Saric
Farben und Raum
stadtbild#26
Wie sieht Düsseldorf sich selbst?
Durch Bilder wandern
Nicht verpassen: Temporäre Wandmalereien in der Kunsthalle
Annette Pöllmann: Die Kunst des Unvorhergesehenen
Retrospektive zum 100. Geburtstag (1926-2026)
DIE GROSSE kommt zurück in den Ehrenhof!
Eröffnung: 04.07.2026, 18-22 Uhr / Laufzeit: 05.07. – 09.08.2026
Böse Welt
Grandios retrospektiv: Jon Rafman in K21
Alex Grein
Realität inszenieren
Bilder wie vom Mars
Heinz Mack in der ZERO-Foundation
Art:walk Festival feiert Premiere
Am 13. und 14. Juni 2026 verwandeln über 70 Kulturorte und zahlreiche Aktionen den Stadtraum in ein lebendiges Festival voller Kunst und Kultur
Katharina Mayer
„Staunen“ – Installation, Fotografie und Zeichnung in der Johanneskirche Düsseldorf
Marina Bochert
Essenz der Formen
Nur die Farbe
Rupprecht Geiger im Emil Schumacher Museum Hagen
Katharina Wulff
Menschen in der Umgebung
Orte der Begegnung
Edith Oellers in einer Ausstellung im Maxhaus
Salomé Berger
In Bewegtheit
18. April 2026: Die NACHT DER KÜNSTE
Premiere mit neuen Orten und frischen Perspektiven
Das eigene Hab und Gut
„Grund und Boden“ in K21
Nina Fandler
Von Bild zu Bild
Linie Fläche Raum – 100 Jahre Museum Ratingen.
Jubiläumsausstellung zur Kunstsammlung und Architektur vom 13. März bis 16. August
Gino Bühler
Sensationen am Wegrand
Erde, Wasser, Luft und Feuer
„Das fünfte Element“ im Kunstpalast
Zeugnisse aus Fernost
Udo Dziersk in Hilden