Die Tonhalle hat im neuen Jahr etwas Besonderes zu feiern: Vor 100 Jahren eröffnete das damals größte Planetarium der Welt, das heute Heimat der Tonhalle ist.
Das Jubiläum hinterlässt Spuren in vielen musikalischen Programmen des Kalenderjahres 2026: So findet sich zum Beispiel in jedem Symphoniekonzert mit den Düsseldorfer Symphonikern ein Stück, das im Jahr 1926 komponiert, entscheidend bearbeitet oder uraufgeführt wurde.
Den spektakulären Auftakt für die Sternzeichen-Symphoniekonzerte am 16., 18. und 19. Januar 2026 bildet Dmitri Schostakowitschs Symphonie Nr. 1 aus dem Jahr 1926, die auf eindrucksvolle Weise zeigt, wie unvorstellbar weit sich die musikalischen Sprachen zwischen nostalgischer Rückgewandtheit und leidenschaftlicher Zukunftssucht spannen können. Edvard Griegs beliebten Peer-Gynt-Suiten nehmen die Konzertgäste anschließend mit in eine Klangwelt voller nordischer Magie und erzählerischer Kraft. Von der geheimnisvollen Morgenstimmung mit einem der prachtvollsten Sonnenaufgänge der Musikgeschichte bis zum wilden Tanz in der Halle des Bergkönigs wechseln sich lyrische Schönheit und dramatische Spannung ab – Kopfkino pur!
Passend zu Peer Gynts norwegischer Heimat erklingen noch weitere originale Klänge aus Skandinavien: Gordon Hamilton komponierte für Ragnhild Hemsing und ihre Hardangerfiedel ein mitreißendes Werk, dessen Uraufführung das Sternzeichen-Konzert perfekt abrundet. Hamilton kennen Tonhallen-Gäste als Dirigent der beliebten #Ignition-Reihe, doch auch als Komponist genießt er internationales Renommee. Er war der Liebling aller elf „Green Monday-Kompositionen“, die in der Saison 2023/24 in der Tonhalle uraufgeführt wurden, erhielt bei der Publikumsabstimmung die meisten Stimmen und damit einen Kompositionsauftrag für die aktuelle Saison.
Ragnhild Hemsing ist seit ihrer Kindheit tief mit der reichen musikalischen Tradition ihres Heimatlandes Norwegen verbunden. Dadurch gelingt es der Geigerin und Hardangerfiedlerin auf einzigartige Weise, die typischen Elemente der norwegischen Volksmusik und der klassischen Musik auf jugendliche, frische und vollkommen neue Weise erfolgreich miteinander zu verbinden. Das Publikum darf sich zudem auf doppelte Frauenpower freuen: Neben der Solistin Hemsing steht bei diesen Sternzeichen-Konzerten auch am Pult der Düsseldorfer Symphoniker eine Frau – die junge Dirigentin Ustina Dubitsky. Sie leitete bereits namhafte internationale Orchester wie das Orchestre de Paris, die Luxemburger Philharmoniker, das Münchner Rundfunkorchester, das Orchester der Oper Lyon oder das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, war von 2022 bis 2024 beim Gürzenich-Orchester Köln tätig, gewann 2022 den Orchesterpreis und gab 2024 ihr Debüt an der Bayerischen Staatsoper.
Fotoaktion 100 Jahre Tonhalle
Die Tonhalle nimmt ihr Jubiläumsjahr aber nicht nur musikalisch in den Fokus, sondern möchte ihre Geschichte auch anhand von Fotos ihrer Gäste erzählen. In den Archiven finden sich seit 1926 zwar unzählige historische Aufnahmen des Gebäudes, aber lebendig wird das Konzerthaus erst durch die Menschen, die es besuchen. Deshalb startet die Tonhalle zum Auftakt des Jubiläumsjahres einen Aufruf:
Schickt uns Eure schönsten Erinnerungen aus 100 Jahren Tonhalle!
Gesucht werden Fotos von Gästen im Laufe der Zeit, von Oma und Opa beim Konzertesuch, von Tante und Onkel im VW Käfer vor dem Haupteingang, vom Familienspaziergang mit Kinderwagen am Ehrenhof. Die schönsten Motive erscheinen im Saisonmagazin OTON 26/27, in einem Jubiläums-Special auf der Website der Tonhalle und möglicherweise in einer kleinen Ausstellung im Foyer. Das Tonhallen-Team freut sich über Einsendungen per Mail an 100jahre@tonhalle.de, per Post an Tonhalle Düsseldorf, Stichwort „100 Jahre“, Ehrenhof 1, 40479 Düsseldorf oder eine persönliche Foto-Übergabe direkt an der Konzertkasse – gerne ergänzt durch einige Stichworte, aus welchem Jahr die Fotografie stammt, wer darauf zu sehen ist und was der Anlass des Tonhallen-Besuchs war.
tonhalle.de

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