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Lutz Mommartz

In memoriam: Lutz Mommartz (1934-2025)

Am 19.6. im Filmmuseum Düsseldorf

Lutz Mommartz zählt zu den prägendsten Stimmen des experimentellen Films in Deutschland. Seit seinem internationalen Durchbruch 1967 mit dem Film SELBSTSCHÜSSE stellte er die Grundfragen des Kinos radikal neu: Was bedeutet Authentizität im filmischen Sehen? Wie verhält sich das Medium zur Realität und zum Publikum?

Seine Arbeiten, oft an der Schnittstelle von Dokumentarischem, Performativem und Konzeptkunst, suchen nicht nach narrativer Fiktion, sondern nach filmischer Wahrheit und situativer Präsenz. Mommartz’ Filme bauen Spannungsfelder zwischen Wahrnehmung, Kamera und sozialer Interaktion auf – sie öffnen filmische Prozesse, statt sie zu verbergen. In Werken wie 400 M IFF entsteht ein unmittelbares Feld von Beobachtung, Partizipation und Reflexion, das das Publikum herausfordert, über die Konstitution von Wirklichkeit im Kino nachzudenken. Als Pionier eines „anderen Kinos“ suchte Mommartz stets nach neuen Präsentationsformen. Dieses Programm lädt ein, Mommartz’ filmisches Denken als lebendige Theorie des Sehens zu erleben: unbequem, schöpferisch, und filmisch radikal offen.

Einführung: Prof. Dr. Renate Buschmann (Lehrstuhl für Digitale Künste und Kulturvermittlung, Universität Witten/Herdecke)

FR 19.6. 20:00

Die Filme im Überblick:

TRANSIT NACH BERLIN · (1983)
DER DURCHSICHTIGE MENSCH · (2020)
400 M IFF · (1969) DIE SCHILLER · (1975)
ALS WÄR’S VON BECKETT · (1975)
SYNLAB MUSIKCOMPUTER · (2000)

BLACK BOX – Kino im Filmmuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf
Schulstraße 4
40213 Düsseldorf
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Telefon 0211 8 99 22 32
filmmuseum@duesseldorf.de
www.duesseldorf.de/filmmuseum

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