Kinokalender
Mo Di Mi Do Fr Sa So
24 25 26 27 28 29 30
31 1 2 3 4 5 6

12.674 Beiträge zu
3.886 Filmen im Forum

Igor Levit
Foto: Peter Rigaud

Spektakuläre Saisoneröffnung mit Igor Levit

18./20./21. September in der Tonhalle

Endlich geht in der Tonhalle die Saison wieder los – und wie! Gleich am ersten Sternzeichen-Konzertwochenende der Düsseldorfer Symphoniker (18./20./21. September) treffen unter der Sternenkuppel zwei Titanen der Klassikwelt aufeinander: Chefdirigent Adam Fischer und Pianist Igor Levit.

Auf dem Konzertprogramm stehen drei Werke: Franz Lehárs Ouvertüre zu „Paganini“, Béla Bartóks 3. Konzert für Klavier und Orchester, in dem Igor Levit als Solist zu erleben ist, und Antonín Dvoráks 9. Symphonie „Aus der neuen Welt“.
Igor Levit zählt zu den innovativsten und vielseitigsten Pianisten weltweit. Die New York Times bezeichnete ihn als einen der „bedeutendsten Künstler seiner Generation“, die Süddeutsche Zeitung beschrieb ihn als „Glücksfall“ für das heutige Konzertgeschehen. Die Tonhalle und Igor Levit verbindet eine jahrelange gemeinsame Geschichte, das Konzerthaus hat den Weg des Pianisten vom Studenten zum Weltstar praktisch von Anfang an begleitet. Intendant Michael Becker kennt Igor Levit noch aus dessen Jugendzeit in Hannover. Als Igor Levit in der Saison 2021/22 Artist in Residence der Tonhalle war, äußerte er gegenüber der Presse: „Mit wenigen Konzertsälen und Orten verbinde ich so viel Schönes wie mit der Tonhalle Düsseldorf. Hier durfte ich zum ersten Mal meinen Beethovenzyklus spielen, der extrem wichtig für mich war und enorm viel in meiner musikalischen Laufbahn ausgelöst hat.“ Seit 2010 tritt Levit regelmäßig in der Tonhalle auf. Seine Aufnahmen sind mit zahllosen Preisen ausgezeichnet, darunter vier Opus Klassik Awards, dem „Artist of the Year“-Award des Klassik-Magazins Gramophone, dem „Recording Artist of the Year“-Award von Musical America und dem Instrumental Award des BBC Music Magazines. Im Juni 2026 gründete Igor Levit sein eigenes Label „No Silence“. Der Musiker umschreibt sich selbst als „Bürger, Europäer, Pianist“ und ist für seinen Einsatz für Menschenrechte und Gerechtigkeit genauso bekannt wie für seine musikalische Meisterschaft. In einem Interview mit der Wochenzeitung Die Zeit gab er zu Protokoll, er wolle „nicht nur der Mann sein, der die Tasten drückt“. Durch sein politisches Engagement findet Levit Gehör weit über die Konzertbühnen hinaus. Bartóks 3. Klavierkonzert ins Konzertprogramm der Saisoneröffnung aufzunehmen, war sein persönlicher Wunsch.

Die nach der Pause zu erlebende 9. Symphonie von Dvorák trägt den Beinamen „Aus der neuen Welt“, weil den Komponisten, der gebürtig aus Böhmen stammte, ein dreijähriger Amerika-Aufenthalt zu seinem Werk inspirierte. Seit der Uraufführung im Dezember 1893 in New York ist es ein wahrer Blockbuster der klassischen Musik und das wohl beliebteste und meistgespielte Orchesterstück von Dvorák. Die Symphonie charakterisiert mehr als alles andere die Synthese verschiedener musikalischer Einflüsse, in knapp 50 Minuten verarbeitet Dvorák eine Vielzahl melodischer Einfälle. Ob böhmische Folklore, afroamerikanische Spirituals oder westeuropäische Klassik – vieles klingt an und verbrüdert sich zu einem großen, schillernden Musikpanorama. Es entsteht eine Art „melting pot“, eine Feier des „anything goes“. Gleichzeitig ist Dvoráks Neunte eine Symphonie des Heimwehs und der offenen Horizonte: eine zutiefst persönliche Musik, die aus der Ferne auf die Heimat blickt und gerade daraus ihre Kraft schöpft.

Dieses außergewöhnliche Konzertprogramm der Düsseldorfer Symphoniker zum Auftakt der Saison 2026/27 offenbart eine besondere Nähe zwischen Dvorák und dem ungarischen Komponisten Béla Bartók, auch wenn die beiden sich nie getroffen haben und Bartók bei Dvoráks Tod erst 22 Jahre alt war. Beide waren Kämpfer für die Volksmusik in der Kunstmusik und Komponisten, die Klänge ihrer Heimat in große Kunst verwandelten. Bartók ist ein Komponist, der Dirigent Adam Fischer besonders am Herzen liegt und zu dessen Werke er eine tiefe Verbundenheit verspürt. Fischer wurde 1949 in Budapest geboren und studierte dort unter anderem am Bartók-Konservatorium – Bartók ist für ihn Teil seiner ungarischen musikalischen Herkunft. Seine Beschäftigung mit Bartók reicht bis in die frühen Jahre seiner Karriere zurück. Bereits 1988 nahm Adam Fischer „Herzog Blaubarts Burg“ auf, 1990 folgten unter anderem Bartóks Klavierkonzerte sowie das „Konzert für Orchester“ und „Der wunderbare Mandarin“. 1991 erschien seine Aufnahme der „Tanz-Suite“.
Adam Fischer ist seit Beginn der Saison 2015/16 Chefdirigent der Düsseldorfer Symphoniker. Gleich mehrere seiner Aufnahmen mit dem Orchester sind preisgekrönt: 2019 wurde die Einspielung von Mahlers 1. Symphonie mit dem „BBC Music Magazine Award“ ausgezeichnet, die Aufnahme von Mahlers Dritter erhielt einen „Opus Klassik«. 2025 erhielten die Düsseldorfer Symphoniker für ihre Einspielung eines Schubert-Dvorák-Albums unter der Leitung von Adam Fischer eine Auszeichnung der International Classical Music Awards.

tonhalle.de

Neue Kinofilme

One Night Only

Bühne.