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Foto: Daniel Senzek

„Was ist Deutschland heute?“

Premiere für Die Meistersinger von Nürnberg im Opernhaus Düsseldorf

„Die Meistersinger von Nürnberg“ feiern am Samstag, 17. Oktober, 17 Uhr, als erste Neuproduktion der Spielzeit Premiere im Opernhaus Düsseldorf. Regie führt der amerikanische Regisseur Daniel Kramer, der das Mammutwerk von Richard Wagner mit 17 Solist*innen, einem 90 Sänger*innen starken Opern- und Extrachor und 50 Statist*innen in Szene setzt. Geleitet von der Frage „Was ist Deutschland heute?“ durchleuchtet er in Wagners längster und vielleicht tiefgründigster Oper das breite Bild einer Gesellschaft im Spannungsfeld zwischen Tradition und Erneuerung.

Ursprünglich in der Mitte des 16. Jahrhunderts angesiedelt, holt Kramer die Geschichte in unsere Zeit: Der junge Walther von Stolzing liebt Eva, die nur den Sieger eines Meistersinger-Wettstreits heiraten darf. Da Walther die strengen Regeln nicht beherrscht, scheitert er zunächst. Doch der Schuster und Dichter Hans Sachs, humanistischer Dreh- und Lichtpunkt der reaktionären Stadtgesellschaft, erkennt Walthers Talent für die Kunst und versucht, in die erstarrten Regeln der Gemeinschaft hinein den Konflikt zwischen Tradition und Neuerung zu lösen. Gegen alle Widerstände und Beckmessereien gewinnt Walther schließlich den Wettbewerb durch Sachs’ Hilfe, verzichtet jedoch auf den Titel und verlässt gemeinsam mit Eva das Feld.

Es war ein langgehegter Wunsch von Axel Kober, dem langjährigen Generalmusikdirektor der Deutschen Oper am Rhein, Richard Wagners Meister-Werk zur Premiere zu bringen, was ihm aus familiären Gründen zurzeit leider nicht möglich ist. Daher übernimmt Christoph Gedschold – ebenfalls ein Wagner-Experte an führenden europäischen Opernhäusern und auch mit den Düsseldorfer Symphonikern bestens vertraut – die musikalische Leitung für Axel Kober, für den im November noch zwei Vorstellungen vorgesehen sind.

An der Seite erfahrener Wagner-Interpreten wie Martin Gantner (Hans Sachs) und Hans-Peter König (Veit Pogner) geben profilierte Gäste und Solist*innen aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein ihr Rollendebüt – etwa Daniel Frank (Walther von Stolzing), Anke Krabbe (Eva), Christoph Pohl (Sixtus Beckmesser), David Fischer (David), Anna Harvey (Magdalena) und Bogdan Baciu (Fritz Kothner).

Mit einem Podiumsgespräch und der Möglichkeit zum Probenbesuch gibt die Opernwerkstatt am 7. Oktober, 18 Uhr, im Opernhaus schon vor der Premiere kostenfrei Einblick in die Produktion. Tickets und Informationen zu den fünf Vorstellungen gibt es auf www.operamrhein.de und im Opernshop (Tel. 0211.8 25 211).

www.operamrhein.de

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