Werke von Ludwig van Beethoven, Claude Debussy, Igor Strawinsky und Pjotr Iljitsch Tschaikowski
Leitung und Violoncello | Raphaël Merlin
Leuchtender Streicherklang erwartet das Publikum am Sonntag, den 8. November, wenn Raphaël Merlin sein Gastspiel am Pult der Deutschen Kammerakademie gibt. Der ehemalige Cellist des Quatuor Ebène eröffnet die Beethoven-Feierlichkeiten mit der Streichorchesterfassung des 1810 entstandenen Quartetto serioso f-Moll op. 95. Ein weiteres Arrangement schließt sich an: die quasi-konzertante Version der Sonate für Violoncello und Klavier, mit der Claude Debussy gut einhundert Jahre später dem charakteristischen Impressionismus Adieux sagte. Am Cello ist natürlich Merlin zu erleben.
Zwei Russen haben dann das letzte Wort: Igor Strawinskij und sein neoklassizistisch-temperamentvolles Concerto in D und Peter Tschaikowskij mit seiner immer wieder unwiderstehlichen Serenade C-Dur op. 48.
Der Komponist, Dirigent und Pädagoge Raphaël Merlin war von 2002 bis 2023 Cellist des Quatuor Ebène. 2014 gründete er das Ensemble »Les Forces Majeures«, seit 2020 ist er Professor für Kammermusik an der Hochschule für Musik München, 2023 wurde er zum künstlerischen und musikalischen Leiter des Genfer Kammerorchesters (OCG), und 2025 übernahm er eine Professur an der Haute École de Musique de Lausanne (HEMU) sowie die künstlerische Leitung des Orchestre de Chambre Nouvelle-Aquitaine (OCNA).
Merlin wurde 1982 geboren und erhielt bereits als Sechsjähriger den ersten Unterricht in Violoncello, Kammermusik, Klavier, Komposition und Jazzpiano am Konservatorium von Clermont-Ferrand (CNR). 1997 wechselte er an das Konservatorium von Boulogne-Billancourt (CNR), wo er bei Xavier Gagnepain, Hortense Cartier-Bresson und seinem Dirigierlehrer Janos Komives studierte. Nachdem er in jeder dieser Disziplinen den ersten Preis errungen hatte, wurde er 2001 als bester Kandidat in die Celloklasse von Philippe Muller am Pariser Konservatorium (CNSM) aufgenommen, die er vier Jahre später mit einem Hochschuldiplom und einstimmig mit der höchsten Auszeichnung abschloss.
Als Dirigent wurde er eingeladen, die Orchester von Rouen, Mulhouse, Bordeaux, Avignon, Aube, Toulon, das SWR-Sinfonieorchester, die Kammerphilharmonie Bonn und die Deutsche Kammerakademie Neuss zu leiten. Er arbeitet mit Brad Mehl, Gabriela Montero, Elsa Dreisig, Tre Fouchenneret, Sarah Nemtanu, Jean-Frédéric Neuburger, dem Lausanne Vocal Ensemble und dem Chœur Aedès zusammen …
Im Jahre 2008 erhielt Raphaël Merlin vom Klangforum Mitte Europa und der Forberg-Schneider-Stiftung seinen ersten Kompositionsauftrag. So entstand Eléa für Streichquartett mit Orchester, das im März 2011 in Krakau und anschließend in München vom Quatuor Ebène uraufgeführt wurde. Weitere Werke folgten.
Merlin leitet zahlreiche pädagogische Orchesterprojekte: Imuko in Koblenz, CMGO Genf, MusicEnsemble sowie das „Consés Majeures“ in Nîmes, das Konservatoriumsstudenten zu generationenübergreifenden Konzerten einlädt; zudem wird das OCNA seine Saison 2026 in Zusammenarbeit mit den Konservatorien von Bordeaux, Poitiers und Tours mit Gustav Mahlers fünfter Sinfonie eröffnen.
PROGRAMM
L. van Beethoven | Streichquartett f-Moll op. 95 „Quartetto serioso“
Claude Debussy | Cellosonate d-Moll
Igor Strawinsky | Concerto in D
Pjotr Iljitsch Tschaikowski | Serenade für Streichorchester C-Dur op. 48
Konzerteinführung um 17.15 mit Dr. Matthias Corvin.
Veranstaltungsort: Zeughaus Neuss, Markt 42-44, 41460 Neuss
Einzelkarten an den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Karten-Hotline unter 02131-5269 9999 oder über das Internet unter www.deutsche-kammerakademie.de (zuzüglich Versandkosten).
Weitere Informationen: www.deutsche-kammerakademie.de

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