
Mein Leben, mein Ding
Frankreich 2024, Laufzeit: 99 Min., FSK 12
Regie: Sophie Fillières
Darsteller: Agnès Jaoui, Angelina Woreth, Édouard Sulpice
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Sophie Fillières ist bei uns nicht so bekannt wie in Frankreich. Hier hat sie mit Sandrine Kiberlain, Chiara Mastroianni, Mathieu Amalric, Melvil Poupaud und André Dussolier zusammengearbeitet. Ihr siebter eigener Film THIS LIFE OF MINE, für den sie sich Agnès Jaoui als Hauptdarstellerin aussuchte, eröffnete die Quinzaine 2024.
Die Veranstaltung stand in einem traurigen Zusammenhang, denn Fillières erkrankte und starb kurz nach den Dreharbeiten. Nach dem Film luden ihre beiden Kinder Agathe und Adam Bonitzer zum Q&A und erzählten, wie sie auf Wunsch ihrer Mutter den Film fertiggestellt haben.
Barberie Bichette hat ihr ganzes Leben versucht, ihrem Mann eine großartige Liebhaberin, den Kindern eine gute Mutter und im Büro eine verlässliche Kollegin zu sein. Doch das war, bevor sie 55 Jahre wurde. Nun fällt sie öfter mal aus der Rolle, erfüllt nicht die Erwartungen der anderen, was die Dinge dunkler, unvorhersehbarer, manchmal sogar gewalttätig und oft absurd werden lassen. Irgendwie ist das Ganze eine Art Midlife Crisis einer Frau, nur wird sie ihr von der Gesellschaft nicht zugestanden. Wenn Frauen nicht mehr so funktionieren, wie man es von ihnen erwartet, dann müssen sie wohl krank sein. Agnes Jaoui spielt diese Rolle, als hätte man sie ihr auf den Leib geschrieben und macht diesen Film zu einem sehenswerten Frauenfilm.