
Der verlorene Mann
Deutschland 2026, Laufzeit: 106 Min., FSK 12
Regie: Welf Reinhart
Darsteller: Dagmar Manzel, August Zirner, Harald Krassnitzer
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Sind wir nicht verantwortlich für die, die wir einst geliebt haben? Einfühlsame Tragikomödie über das Älterwerden, die Liebe und Demenz, die sich traut, mit gewohnten Bahnen zu brechen und dahinter Neuland zu entdecken.
Die Künstlerin Hanne und der pensionierte Pfarrer Bernd führen eine glückliche, nach Jahren etwas eingefahrene Ehe, als wie aus dem Nichts Hannes früherer Ehemann Kurt vor ihrer Tür steht. Durch seine Demenzerkrankung kann sich Kurt nicht mehr erinnern, dass er und Hanne bereits seit 20 Jahren geschieden sind. Als das Paar ihn vorübergehend bei sich aufnimmt, kehrt eine verloren geglaubte Leichtigkeit in ihre Ehe zurück. Doch je mehr Zeit vergeht, desto stärker gerät ihr gemeinsames Leben aus den Fugen...
Alles fängt an wie eine typisch französische Komödie: Plötzlich steht der verwirrte Exmann vor der Tür und geht nicht mehr weg und auch vom Heim werden sie abgewiesen, müssen sich unweigerlich seiner annehmen. Aber dann entwickelt sich ein leiser Zauber in der ungewollten Dreierkonstellation, der große Fragen aufwirft darüber, wie wir eigentlich umgehen mit Menschen, die wir irgendwann ausgemistet haben, und worüber sich eigentlich die exklusive Beziehung definiert, in der wir leben wollen. Ein Film, der Demenz mit ihrem anderen Blick auf die Welt als Chance begreift, ohne sie zu beschönigen. Mit einem herausragenden Krassnitzer.