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Sammlung Philara, © Philara
Foto: Stefan Müller, Berlin

Sammeln und Zeigen

Philara in Flingern

Es ist konsequent, dass Andreas Schmitten in der Sammlung Philara ausstellt. Nicht nur weil der Gründer von Philara, Gil Bronner schon seit einigen Jahren seine Werke erwirbt und ein ortsbezogenes Werk von ihm das Privatmuseum vom Café trennt. Andreas Schmitten repräsentiert auch Bronners Konzeption. Er gehört zur jungen Künstlergeneration, hat an der Düsseldorfer Kunstakademie studiert und ist – mittlerweile – international etabliert. In seinen bisherigen Wech­­sel­­ausstellungen hat Gil Bronner (mit Katharina Klang als Kuratorin) diese Dualität betont und internationale Künstler wie Nevin Aladeg oder Jorge Castillo zusammen mit Düsseldorfer Künstlern gezeigt.

Philara ist eine Wortschöpfung aus den Namen von Gil Bronners Kindern Philip und Lara. Damit ist eine Familientradition angesprochen. Gil Bronners Vater, der als Architekt tätig war, hat Kunst der Klassischen Moderne gesammelt und vor einigen Jahren die Cary- und Dan Bronner-Stiftung zur Förderung zeitgenössischer Kunst gegründet. Gil Bronner erfüllt dies mit Leben. Selbst ist er Immo­bilienentwickler im kulturellen Sektor, so hat er die Ateliers in der ehemaligen Leitz-Fabrik an der Walzwerkstraße in Reisholz eingerichtet und vergibt dort Stipendien. Seine Sammlung entsteht seit Mitte der 1990er Jahre, Schwer­punkt ist die junge Kunst aus dem Umfeld der Düsseldorfer Kunstakademie, die er bevorzugt aus den hiesigen Galerien erwirbt – einige davon befinden sich ebenfalls in der Birkenstraße oder um die Ecke, etwa Petra Rinck, Linn Lühn oder Van Horn. Eine solche treue Präferenz trägt dazu bei, dass die Galerien ihre wichtige Arbeit der Entdeckung und Förderung junger Künstler aufrecht erhalten können. Und Bronners Konzeption und die Etablierung als Museum ermöglicht nun, die Werke dieser Künstler im Kontext zu sehen – und das ist in seinem privaten Engagement in dieser Form großartig, für Düsseldorf wären besonders die Julia Stoschek Collection und, als Ausstellungshaus, Kai10 zu nennen. Spannend ist die Vorstellung, was in zwanzig, dreißig Jahren aus der Sammlung geworden ist und wie sich die Künstler entwickelt haben.

Das Museum der Sammlung Philara wurde 2016 in der ehemaligen Glasfabrik Lennarz eröffnet, die durch das Architekturbüro von Joachim Sieber so umgebaut wurde, dass sie den Fabrikcharakter mit der Höhe der Halle bewahrt hat. Geöffnet ist derzeit an den Wochenenden, wobei am Freitag der Eintritt frei ist – bzw. der Besucher ist eingeladen zu zahlen, was es ihm wert ist/war: Eigentlich sollte ein hoher Betrag zusammenkommen.

Sammlung Philara, Birkenstraße 47a, 40233 Düsseldorf-Flingern,
Fr 16-20, Sa 14-18, So 14-18 Uhr, Sa/So Führung um 15 Uhr, www.philara.de

TH

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