Wir haben es doch erlebt - Das Ghetto von Riga
D 2013, Laufzeit: 98 Min.
Regie: Jürgen Hobrecht
Kurzinfo: Der Dokumentarfilm erzählt von der Verschleppung von 24.606 jüdischen Menschen aus dem Deutschen Reich in das besetzte Riga. Darunter war auch ein Transport von 1.007 niederrheinischen Bürgern, die am 11. Dezember 1941 vom Güterbahnhof Düsseldorf-Derendorf aus verschleppt wurden. Etwa 20.000 der deutschen Juden wurden in das Ghetto gesperrt, mehr als 4.500 wurden direkt nach der Ankunft in der Nähe von Riga erschossen. Bevor die deutschen, österreichischen und tschechischen Juden in das Ghetto kamen, war das lettische Ghetto liquidiert worden: Beinahe 27.000 lettische Juden hatte man in einer zweitägigen „Aktion“ am 30. November 1941 und am 8. Dezember 1941 erschossen, um Platz für die Juden aus dem Reich zu schaffen. Zeitzeugen berichten eindringlich von den Massakern, dem Leben im Ghetto und vom Überleben mit dem Trauma. Mit diesem Film wird erstmals die Geschichte des Ghettos in Riga vollständig erzählt: Der deutsche und der lettische Teil des Geschehens sind gleichermaßen im Fokus. (FM)