
Sechswochenamt
Deutschland 2025, Laufzeit: 101 Min., FSK 6
Regie: Jacqueline Jansen
Darsteller: Magdalena Laubisch, Marc Fischer, Patrick Joswig
Während Hollywood mit immer umfangreicheren Budgets auf Überwältigungskino setzt, verwirklichte Regisseurin Jacqueline Jansen ihr Spielfilmdebüt SECHSWOCHENAMT mit eigenen Mitteln ohne jegliche Förderung. Und doch bleibt ihr Werk über Verlust und Trauer, bei denen sie eigene Erfahrungen verarbeitet, nachhaltiger im Gedächtnis als manch ein Mega-Blockbuster.
Im Mittelpunkt steht Lore, eine junge Frau, die sich nach dem Tod ihrer Mutter um deren Beerdigung kümmern muss. Da sich die Mutter eine Seebestattung gewünscht hat, sieht sich die junge Frau mit allerlei bürokratischen Hindernissen konfrontiert, zusätzlich erschwert durch die gerade erst begonnene Corona-Pandemie. Und nicht nur dies. Auch die Personen in ihrem Umfeld machen ihr das Leben schwer. Dabei steckt Lore selbst in finanziellen Schwierigkeiten und ist emotional sehr labil, gefangen in der Trauer um die Mutter und den Anforderungen der Gesellschaft, denen sie selbst mit Skepsis gegenübersteht.
Sechs Wochen lang begleiten wir die Protagonistin bis hin zum titelgebenden „Sechswochenamt", der katholischen Totenmesse. Verortet ist die Geschichte in Erkelenz, denn die Regisseurin stammt selbst von hier. Der sehr intime und persönliche Blick auf die Geschehnisse schafft eine bemerkenswerte Authentizität, die aber immer auch so allgemeingültig bleibt, dass die Zuschauer sich damit identifizieren können.