
Im Spiegel meiner Mutter
Deutschland 2026, Laufzeit: 95 Min., FSK 12
Regie: Jutta Brückner
Darsteller: Corinna Harfouch, Carla Juri, Hildegard Schmahl
Vom Alptraum, eine Mutter/Tochter/Frau zu sein: Corinna Harfouch verliert sich in einem Strudel von Erinnerungen und Visionen. Herrlich surreales Comeback der feministischen Autorenfilmerin Jutta Brückner.
Ursula Scheuner ist eine angesehene Archäologin und Universitätsprofessorin, spezialisiert auf Frauenbilder in verschiedenen Kulturen. Ihr Institut leidet unter Sparmaßnahmen und Bauarbeiten, doch während sie trotzdem weiter unterrichtet, plant sie einen großen Coup: Sie hat eine sensationelle Moorleiche entdeckt, die sie bislang heimlich im Keller untersucht. Gleichzeitig muss sie den kürzlichen Tod ihrer Mutter verarbeiten und deren Haus ausmisten. Als sich auch noch eine geheimnisvolle neue Assistentin bei ihr vorstellt, fangen die Grenzen an zu verschwimmen und sie muss sich hinauswagen ins Moor der eigenen Kindheit...
Jutta Brückner, seit den Siebzigern vor allem für feministische Filme und Theorie bekannte Regisseurin, Autorin und Produzentin des "Neuen Deutschen Films", meldet sich zurück mit einem Knaller. Die surrealistisch Alptraum-artige Inszenierung hebt sich sofort ab von vielen anderen deutschen Produktionen, zieht in ihren Bann und macht so ziemlich alles möglich. Assoziativ verschwimmen innere und äußere Wirklichkeit zu einem unerträglichen Ganzen, das anklagt, ohne seinen Humor zu verlieren. Auch Harfouch ist in Hochform.