
Eli Roth's Ice Cream Man
USA 2026, Laufzeit: 86 Min., FSK 18
Regie: Eli Roth
Darsteller: Ari Millen, Benjamin Byron Davis, Karen Cliche
Mit ICE CREAM MAN kündigt Eli Roth schon im Trailer genau die Art von Horrorfilm an, für die sein Name seit Jahren steht: grelle Bilder, schwarze Pointen und reichlich Kunstblut. Der titelgebende Eisverkäufer wird darin als groteske Bedrohung eingeführt.
Mit der gleichnamigen Slasher-Komödie aus dem Jahr 1995 hat der Film handlungsmäßig nicht viel gemein, außer dass ein Eisverkäufer mit seltsamen Interessen die Hauptrolle hat. In diesem Fall manipuliert er wohl mit der beliebten Süßigkeit die Kinder, damit diese dann die Erwachsenen dezimieren.
Da bislang nur der Trailer vorliegt, lässt sich über den fertigen Film noch kein endgültiges Urteil fällen. Auffällig ist aber, wie konsequent Roth auf Überzeichnung setzt. Die gezeigten Gewaltszenen wirken extrem blutig, gleichzeitig aber bewusst unrealistisch: Blutfontänen, absurde Tötungsideen und ein Tonfall, der eher auf makabren Spaß als auf verstörenden Terror abzielt. Das erinnert weniger an psychologischen Horror als an die anarchische Energie klassischer Splatter- und Exploitationfilme.
Damit fügt sich ICE CREAM MAN schon jetzt erstaunlich schlüssig in Eli Roths Gesamtwerk ein. Seit CABIN FEVER und HOSTEL pflegt Roth seine offensichtliche Leidenschaft für das Horror-Genre in all seinen exzessiven Ausprägungen.