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Hymne an die Liebe
Foto: Magda Hueckel

asphalt – Sommerfestival der Künste

11. - 21. Juli an diversen Spielorten in Düsseldorf

Die immer heißer und trockener werdenden Sommer sind nicht unbedingt auch Zeiten einer kulturellen Dürre. Zum siebten Mal bietet das asphalt festival den in den Ferien Hiergebliebenen zumindest elf Tage lang ein üppiges Programm, das von Jahr zu Jahr quantitativ und qualitativ wachsend immer mehr zum Hierbleiben einlädt. Das 100-seitige Progammheft für diesen Sommer finden Sie in der Regel dort, wo Sie auch den biograph vorfinden und zum download auf der Webseite des Festivals: www.asphalt-festival.de (Das Titelblatt zeigt das obenstehende Foto.)

MARTA GÓRNICKA – HYMNE AN DIE LIEBE
Die polnische Regisseurin Marta Górnicka setzt sich in HYMNE AN DIE LIEBE mit den erstarkenden nationalistischen Tendenzen in Europa auseinander. Für einen 25-köpfigen Chor hat sie ein monströses ›Völkisches Liederbuch‹ komponiert. Der Chor singt, schreit, skandiert und flüstert, er konfrontiert Hate-Speech-Kommentare aus dem Internet, Politikerzitate sowie Aussagen von Fundamentalisten oder Terroristen mit Pop-Songs und patriotischen Liedern. So präsentiert das Stück auf beängstigend treffende Art und Weise ein Europa, das die Reihen schließt. Marta Górnicka dirigiert den Chor, der mit beeindruckender Präzision und Energie, Dynamik und rhythmische Perfektion agiert, live vom Zuschauerraum aus. Die Regisseurin und Meisterin eines neuen, zeitgenössischen chorischen Theaters wurde vielfach ausgezeichnet. HYMNE AN DIE LIEBE wurde schon in ganz Europa gezeigt und gewann mehrere Theaterpreise. //
Regie: Marta Górnicka
mit Sylwia Achu, Anna Andrzejewska, Maria Chlebos, Konrad Cichon, Piotr B. Dabrowski, Tymoteusz Dabrowski, Maciej Duzynski, Anna Maria Gierczynska, Paula Glowacka, Maria Haile, Wojciech Jaworski, Borys Jaznicki, Katarzyna Jaznicka, Ewa Konstanciak, Irena Lipczynska, Dawid Lipinski, Kamila Michalska, Izabela Ostolska, Filip Piotr Rutkowski, Michał Sierosławski, Ewa Sołtysiak, Ewa Szumska, Anna Jaglowska, Kaja Stepkowska, Anastazja Zak
Juli: 20. 7. - 20.00 Uhr
Central, Große Bühne - Worringer Straße 140

BEN J. RIEPE: MEDO/ANGST
Angst – ›Medo‹ auf Portugiesisch – ist ein vorherrschendes Gefühl im heutigen Brasilien. Sie betrifft die Bewohner der Favelas, Kunstschaffende, Klima- und LGTBQ-Aktivisten gleichermaßen – sie alle sind in ihrem Alltag von Restriktionen betroffen, die wiederum durch die herrschende Atmosphäre der Angst vor dem Fremden und Anderen geboren und befeuert werden. Entsteht diese Angst aus Lebensrealitäten, die unseren eigenen fern oder doch fast schon erschreckend nah sind? Was verbindet, was trennt uns im subjektiven Erleben unserer Wirklichkeiten?
MEDO/ANGST, die neue Arbeit von Ben J. Riepe, ist eine Ergründung möglicher Wege, um diesen sozialen und politischen Aufladungen zu begegnen: im Sinne einer Selbst- und Fremdbefragung, einer Gegenüberstellung und – wenn man so will – einer Suche nach der verlorenen Freiheit in der Kunst. //
Regie: Ben J. Riepe
mit Sebastião Abreu, Sauane Costa, Aaron S. Davis, Thor Galileo, Wendel Lima, Tyshea Suggs
Premiere: 11. 7. 22.00 Uhr // 13. 7. - 22.00 Uhr
Alte Farbwerke, Halle 29 - Ronsdorfer Str. 74

EROBIQUE IM PARK: DER LETZTE DISCOPUNK DEUTSCHLANDS LÄDT ZUM TANZ
Carsten ›Erobique‹ Meyer muss man live erlebt haben. Bei seinen Konzerten animiert er das komplette Publikum mit seiner improvisierten und unkonventionellen Discomusik zu einer ausufernden Tanzparty. Als selbst ernannter ›letzter Discopunk Deutschlands‹ genießt er es die Monotonie der beat-gemixten Laptop-DJ-Kultur aufzubrechen und seine Fans mit schweißtreibenden Tanzmarathons, spontanen Balladen-Einlagen und wüst zitierten Hochzeits-Oldies zu begeistern.
asphalt holt Erobique nicht nur in die Stadt, sondern hat für seinen exklusiven Open-Air-Auftritt auch noch einen besonders märchenhaften Ort aufgetan: den Malkastenpark. //
Carsten ›Erobique‹ Meyer: Keyboards, Fender Rhodes, Beats, Gesang
Juli: 14. 7. - 18.30 Uhr
Malkastenpark, Jacobistr. 6a
 
LICHTHOF THEATER: CUM-EX PAPERS
Wie ist es Banken, Börsenmaklern und Anwälten gelungen, den Staat um mehr als 31 Milliarden Euro zu erleichtern? Und warum geboten Politik und Behörden dem Treiben jahrelang keinen Einhalt? Ein Zusammenschluss investigativer Journalisten veröffentlichte im Herbst 2018 die sogenannten Cum-Ex-Files und deckte damit den größten Steuerraub in der Geschichte der Bundesrepublik auf. Das Recherchezentrum CORRECTIV teilte seine Enthüllungen mit dem Regisseur Helge Schmidt, der daraus einen hochspannenden Theaterabend zwischen Fiktion und Dokumentation entwickelte, der mit Filmsequenzen, Originalakten, aber auch mal mit Klamauk arbeitet.
»Weil Cum-Ex so kompliziert scheint, will man es wegpacken und sich bloß nicht damit beschäftigen«, sagt Helge Schmidt. »Dabei betrifft es jeden von uns. Wegen Cum-Ex gibt es weniger Kindergartenplätze. Wegen Cum-Ex fährt in manchen Dörfern der Bus seltener. Wegen Cum-Ex ist der Zahnersatz meiner Tochter teurer. Die Banker nehmen dem Staat Geld weg, das ihm an anderer Stelle fehlt.« Im Anschluss an die Vorstellung am Mo 15. 07.findet ein Publikumsgespräch statt. //
Regie: Helge Schmidt
mit Ruth Marie Kröger, Jonas Anders, Günter Schaupp, Franziska Bulban, Alexandra Rojkov
Juli: 15./16. 7. - jeweils 20.30 Uhr
Weltkunstzimmer Kleine Glashalle - Ronsdorfer Str. 77a

GET WELL SOON – THE GRAND HORROR SHOW
GET WELL SOON ist das Bandprojekt des deutschen Sängers und Songwriters Konstantin Gropper, den das Musikmagazin NME unlängst als »German Wunderkind« pries. Um sein neues, mittlerweile fünftes Album The Horror vorzustellen, kommt Gropper mit großer Big Band und Streichquartett zu Asphalt. In bester Crooner-Manier wühlt er subtil in den Abgründen der menschlichen Psyche und frönt seiner Vorliebe für Hitchcock-Soundtracks und Frank Sinatra. GET WELL SOON vermählen Pop mit orchestraler Grandezza, düster und strahlend, melancholisch und bombastisch. Die bildgewaltige GRAND HORROR SHOW begeisterte bislang nicht nur auf Konzertbühnen wie der Elbphilharmonie Hamburg oder der Kölner Philharmonie, sondern sorgte auch schon für ausverkaufte Theaterhäuser - von den Münchner Kammerspielen bis zur Berliner Volksbühne.
Juli: 17. 7. - 20.00 Uhr
Central, Große Bühne - Worringer Straße 140

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