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Piero Manzoni, Heinz Mack und Enrico Castellani in der Galerie Azimut in Mailand 1960
Foto: Archiv Heinz Mack, courtesy Beck & Eggeling.

Von Anfang an bis heute

Die Gruppe ZERO feiert Jubiläen

Da kommt einiges zusammen: Vor 60 Jahren hat sich ZERO als Programm und Bewegung konstituiert, vor zehn Jahren wurde die ZERO-Foundation zur Präsen­­­tation und Erforschung dieser Avantgarde-Gruppierung gegründet. Ganz aktuell ist nun der Umzug der Stiftung vom Zollhof in das einstige Atelier von Otto Piene, und das alles in Düsseldorf.

Ausgangspunkt von ZERO war die Kunstakademie Düsseldorf, an der Heinz Mack und Otto Piene in der Kunsterzieherklasse von Paul Bindel studiert haben. Dabei war auch Hans Salentin, der Freund, der ebenfalls zu ZERO gehörte, ehe er, in Köln ansässig, ab 1964 einen anderen künstlerischen Weg einschlug. Jeden­­falls, als Mack und Piene im Herbst 1957 in einer Kneipe der Düsseldorfer Altstadt den Titel ZERO fanden, waren Salentin und der Fotograf Oskar Wehling dabei. Im April 1958 stellten Mack und Piene dann ZERO im Rahmen der „7. Abendausstellung“ im Atelier in der Gladbacher Straße mit der Zeitschrift „ZERO 1“ vor. ZERO wollte nach den Kriegserfahrungen und den zerbombten Städten bei Null beginnen – Sinnbild dafür war eine Rakete, die senkrecht von der Erde aufstieg. In Abkehr von der gängigen expressiv abstrakten Malerei arbeiteten die ZERO-Künstler bevorzugt auf und mit planen oder gerasterten Metallflächen, auf denen sich das Licht – als Ausdruck für das Immaterielle, Utopie und Purismus – spiegelte. Scheiben rotierten (Mack), und Metallkugeln mit Licht­öffnungen, die wie ein Sternenhimmel auf die Wand auftrafen, drehten sich im dunklen Raum (Piene). 1961 schlossen sich Mack (*1931) und Piene (1928-2014) mit Günther Uecker (*1930) zur Gruppe zusammen, die sich nun auch mit den Elementen der Schöp­fung (Weltraum, Sonne, Wind) arbeiteten; darüber hinaus blieb ZERO im Austausch etwa mit der holländischen Gruppe „nul“ und der Mailänder Galerie (und Zeitschrift) „AZIMUT“. Die Netzwerke trugen mit dazu bei, dass ZERO nach Auflösung der Dreiergruppe 1966 im Gespräch blieb, vielleicht sogar berühmt wurde. Besonders wichtig war 2006 die Ausstellung im Museum Kunstpalast in Düsseldorf, die die gesamte Bewegung als internationales Phänomen vorstellte und indirekt die ZERO-Stiftung anregte. Durch diese rücken nun auch weitere Künstler im Umfeld der Bewegung stärker ins Bewusstsein, denken wir nur, in Düsseldorf, an Christian Megert.
Dass nun, im Rahmen der Jubiläen, Ausstellungen mit Heinz Mack bei Beck & Eggeling und mit Otto Piene in der Akademie-Galerie stattfinden, macht Sinn, auch wenn beide Künstler in Düsseldorf schon vielfach vorgestellt wurden: Es weist noch mal ganz auf die Anfänge von ZERO.

Heinz Mack
ZERO Amizie. Germania – Italia 1958-67, bis 3.11.
bei Beck & Eggeling, Bilker Straße 5.

ZERO.
Please turn! Ausstellung, Konferenz und Open-House 18.-20. Oktober in der ZERO-Foundation, Hüttenstraße 104.

Otto Piene
20.10.-20.1. in der Akademie-Galerie, Burgplatz 1.

TH

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