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Goya – oder Der arge Weg der Erkenntnis

Utopie und Untergang. – Kunst in der DDR.

Filmreihe vom 8.11. bis 24.11. zum 30. Jahrestag des Mauerfalls im Filmmuseum Düsseldorf

Im Rahmen der Ausstellung „Utopie und Untergang. Kunst in der DDR.“, die vom 5.9.2019 bis 5.1.2020 im Kunstpalast Düsseldorf zu sehen ist, zeigt das Filmmuseum im November eine Filmreihe, die der bildenden Kunst und ihrer Rezeption in der DDR nachspürt. Das Programm nimmt nicht die oft gezeigten DDR-Filmklassiker in den Fokus, sondern zeigt eine Auswahl von DEFA-Filmen, die das Thema der bildenden Kunst unter verschiedensten Aspekten behandeln. So wirft die Filmreihe keinen westlichen Blick „von außen“ auf das Kunstgeschehen in der DDR, sondern konstituiert sich bewusst subjektiv „von innen“. Neben DEFA-Filmen, die folgerichtig im Mittelpunkt der Reihe stehen, werden auch Filme der alternativen DDR-Filmszene gezeigt, die eng mit der dortigen Punkszene verknüpft waren. So wird die Reihe mit Kurzfilmen von A.R. Penck und Cornelia Schleime eröffnet. Die in der Reihe gezeigten DEFA-Filme umfassen sowohl Künstlerportraits als auch Spielfilme, die „das Künstlersein“ in der DDR (DER NACKTE MANN AUF DEM SPORTPLATZ) oder die Rezeption von Kunst und Kunstgeschichte (GOYA, JÖRG RATGEB, MALER, FÜNF TAGE FÜNF NÄCHTE) reflektieren.
In Kooperation mit dem Kunstpalast Düsseldorf.

Fr 8.11. 19:00 Uhr Eröffnung der Filmreihe
Super-8-Filme:
Seit 1976 bis zum Ende der DDR, gab es eine Reihe von Künstler*innnen, die als „filmende Maler*innen“ eine alternative Filmszene bildeten – als Opposition zum institutionalisierten DEFA-Film. Die politische Widerständigkeit dieser Filmwerke lag weniger in den klaren politischen Aussagen, als in ihrer filmischen Form.

TERROR IN DRESDEN
DDR 1978 · 20 min · DF · Super 8 (digitalDCP) · ab 18
R/B/K: A.R. Penck und Wolfgang Opitz
A.R. Penck, der TERROR IN DRESDEN gemeinsam mit Wolfgang Opitz realisierte, ist ein „Ost-West-Künstler“. Von der Dresdener Akademie abgelehnt, hielt er sich zunächst mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Er entwickelte seinen archaischen Stil in den 1960er-Jahren im Untergrund und erhielt in der DDR Ausstellungs­verbot. Ab 1965 vertrat die Kölner Galerie Michael Werner sein Werk, 1972 wurde es auf der documenta 5 in Kassel präsentiert. Von 1985 bis 2005 hatte Penck eine Professur an der Kunstakademie Düsseldorf.

DAS NIERENBETT
DDR 1983 · 12 min · DF · Super 8 (digitalDCP) · ab 18 · R/K: Cornelia Schleime
Cornelia Schleime war ab Anfang der 1980er-Jahre Teil der Dresdener Kunst­szene. Ihr individueller und sehr weit gefasster Kunstbegriff führte bereits 1981 zu einem Arbeitsverbot. Im Jahr vor ihrer Ausreise 1984 nach West-Berlin realisierte sie DAS NIERENBETT. Schleime arbeitete als Autorenfilmerin, fertigte die Kostüme bzw. Masken ihrer Darsteller*innen selbst an, arbeitete spontan und ohne Drehbuch.

Im Anschluss:
OSTPUNK! TOO MUCH FUTURE
D 2007 · 96 min · DF · 35mm · FSK 12
R: Carsten Fiebeler, Michael Boehlke · B: Henryk Gericke, Michael Boehlke, Carsten Fiebeler · K: Robert Laatz, Daria Moheb Zandi
Dokumentarfilm über die DDR-Punkszene, die im Kern von Ende der 1970er- bis Anfang der 1980er-Jahre bestand. Der Film dokumentiert ebenfalls die Under­ground-Kunstszene, die teilweise eng mit dem Punk verknüpft war. So sind auch rebellische Super-8-Filme oder die Malerin Cornelia Schleime am Mikrofon mit ihrer Band Zwitschermaschine zu sehen.
Einführung: Steffen Krautzig (Kurator, Kunstpalast)

So 10.11. 15:00 Uhr
Dokumentarfilme von Jürgen Böttcher
Jürgen Böttcher gelang es, eine Verbindung zwischen bildender Kunst, Experi­men­tal- und offiziellem (DEFA-) Film zu schaffen. Neben Animations- und Experi­men­talfilmen produzierte er in den DEFA-Studios auch eine Reihe von Doku­mentarfilmen, in denen er die DDR-Künstler*innen und deren Umfeld porträtierte.

DREI VON VIELEN
DDR 1961 · 34 min · DF · digitalDCP · ab 18
R/B: Jürgen Böttcher · K: Christian Lehmann

IM PERGAMON-MUSEUM
DDR 1962 · 19 min · DF · 35mm · ab 18 · R/B: Jürgen Böttcher · K: Christian Lehmann

KURZER BESUCH BEI HERMANN GLÖCKNER
DDR 1984 · 32 min · DF · digitalDCP · ab 18 · R/B: Jürgen Böttcher · K: Thomas Plenert


Sa 16.11. 19:00
Doppelprogramm Ratgeb/Tübke


JÖRG RATGEB, MALER
DDR 1977/78 · 101 min · DF · digitalDCP · ab 18
R: Bernhard Stephan · B: Manfred Freitag, Joachim Nestler u.a.
K: Otto Hanisch · D: Alois Švehlík, Margrit Tenner, Olgierd Lukaszewicz u.a.
Der Film erzählt die Geschichte des Malers Jörg Ratgeb, ein Zeitgenosse Albrecht Dürers, zur Zeit der politischen Unruhen in Deutschland ab 1517, die 1525 im Bauern­krieg ihren blutigen Höhepunkt fanden.

Im Vorprogramm:
SCHLACHT AM BILD
DDR 1988 · 21 min · DF · digitalDCP · ab 18 · R/B: Detlef Tetzke · K: Jürgen Partzsch


So 17.11. 17:30
Regie: Konrad Wolf (1)

GOYA – ODER DER ARGE WEG DER ERKENNTNIS
DDR/UDSSR 1970/71 · 134 min · DF · digitalDCP · FSK 6
R: Konrad Wolf · B: Angel Wagenstein, Konrad Wolf nach einer Vorlage von Lion Feuchtwanger · K: Werner Bergmann, Konstantin Ryshow · D: Donatas Banionis, Fred Düren, Olivera Katarina u.a.
Erzählt wird der Weg des spanischen Hofmalers Francisco José de Goya (1746-1828) vom Favoriten der Königin zum politisch bewussten Gesellschaftskritiker und Emigranten. Die pompöse deutsch-sowjetische Koproduktion war bereits für 1966 geplant, konnte aber aufgrund des immensen finanziellen Aufwands erst 1970 realisiert werden.


Sa 23.11. 19:00
Regie: Konrad Wolf (2)

DER NACKTE MANN AUF DEM SPORTPLATZ
DDR 1973/74 · 101 min · DF · digitalDCP · FSK 6
R: Konrad Wolf · B: Wolfgang Kohlhaase, Konrad Wolf · K: Werner Bergmann
D: Kurt Böwe, Ursula Karusseit, Martin Trettau u.a.
DER NACKTE MANN AUF DEM SPORTPLATZ wirkt im direkten Vergleich wie die Antithese zum aufwändigen GOYA (1970/71), den Wolf drei Jahre zuvor inszenierte. Er bebildert einige Tage im Leben des Bildhauers Kemmel und verhandelt am Rande Ost-Berlins die widerspruchsvolle Situation des Künstlers in seiner Gesell­schaft.


So 24.11. 17:30
Programm zur Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister

PJAT DNEI, PJAT NOTSCHEI | FÜNF TAGE, FÜNF NÄCHTE
UDSSR/DDR 1960/61 · 107 min · DF · 35mm · ab 18
R: Leo Arnštam, Heinz Thiel, Anatoli Golowanow · B: Wolfgang Ebeling,
Leo Arnštam · K: Alexander Schelenkow, Tschen Ju-Lan · D: Wsewolod Sanajew, Wjatscheslaw Safonow,  Heinz-Dieter Knaup u.a.
FÜNF TAGE, FÜNF NÄCHTE ist die erste russisch-deutsche Koproduktion von Mosfilm und der DEFA. Sie beschreibt die Auseinandersetzung der deutschen Bevölkerung mit der veränderten Welt nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

GEMÄLDEGALERIE
DDR 1988/89 · 7 min · DF · 35mm · ab 18
R/B: Sieglinde Hamacher · K: Helmut Krahnert
Wie in einer Nummernrevue präsentiert ein Museumswärter berühmte Frauen­figuren der Kunstgeschichte, die aus dem ihnen gesetzten Rahmen heraustreten und ein aufregendes Eigenleben entwickeln.Sa 23.11. 19:00

DRESDEN WARNT UND MAHNT
DDR 1951 · 14 min · DF · 35mm · ab 18 · R/B: Heino Brandes · K: Erich Gusko
Dresden, 13. Februar 1945 - eine filmische Bestandsaufnahme: Im Verlauf des Films wirft die Kamera auch einen Blick über den Hof des Zwingers auf die Fassade der Gemäldegalerie.
Einführung: Océane Gonnet (Kunstvermittlerin)

BLACK BOX – Kino im Filmmuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf
Schulstraße 4
40213 Düsseldorf
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