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Die Wallfahrt nach Kevelaer

Stummfilm + Musik im Januar

Sa 26.1. 20:00 im Filmmuseum Düsseldorf

Einmal von Köln nach Kevelaer und nicht wieder zurück: Während draußen eine Prozession vorbeizieht, wacht eine Mutter über ihren bettlägerigen Sohn, der seit dem Tod seiner Geliebten krank vor Melancholie ist. Die Wallfahrer*innen sind auf ihrem Weg nach Kevelaer, wo die wunderbringende Mutter Gottes erscheint. In Kevelaer geschehen merkwürdige Dinge mit den Kranken. Sie opfern der Mutter Gottes Wachsnachbildungen ihrer kranken Körperteile. Ein gelähmter Tänzer erlebt, nachdem er ein Wachsbein geopfert hat, die Heilung seiner Beine und zeigt durch Kniebeugen vor der Madonna seine Dankbarkeit. Ein Geigenspieler mit kaputten Fingern opfert einen Wachsfinger und kann prompt wieder fiedeln. Die Mutter formt ein Herz aus Wachs, das der Sohn opfert. Vor dem Altar erzählt er weinend seine Liebes- und Leidensgeschichte. Während er spricht, wirkt die Mutter Gottes lebendig. Und als die Nacht kommt, steigt sie aus ihrem Altargemälde und wandert durchsichtig durch die Stadt, bis in die Herberge von Mutter und Sohn. Sie schreitet an sein Bett heran und legt lächelnd ihre Hand auf sein Herz...
In den Jahren 1920 und 1921 wurde mit VALLFARTEN TILL KEVELAAR eines der bemerkenswertesten Filmprojekte der schwedischen Filmgeschichte realisiert. Aus­gehend von Heinrich Heines berühmtem Gedicht Die Wallfahrt nach Kevelaer (1827) sollte ein Spielfilm entstehen – und zwar ganz ohne erklärende Texttafeln, sondern alleine mit dem Gedichttext als Zwischentitel. Das Gedicht übernahm weniger eine narrative Funktion, sondern erzeugte vielmehr einen poetischen Ton. Die Handlung sollte sich alleine anhand der „lebenden Bilder“ offenbaren. Die Dreh­arbeiten fanden im Herbst 1920 teils an Originalschauplätzen in Köln und im Rhein­land sowie in den Filmstudios in Råsunda, Stockholm statt. Für die musikalische Begleitung der Stockholmer Urpremiere im Mai 1921 war eine Darbietung eines ganzen Kirchenchors zu hören.

VALLFARTEN TILL KEVLAAR | DIE WALLFAHRT NACH KEVELAER
S 1921 · 63 min · OF schw. und dt. ZT · digitalDCP · FSK 0
R: Ivan Hedqvist · B: Ragnar-Hyltén-Cavallius nach einem Gedicht von Heinrich Heine · K: Ragnar Westfelt · D: Torsten Begström, Concordia Selander,
Jessie Wessel, Renée Björling, Manda Björling u.a.

BLACK BOX – Kino im Filmmuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf
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