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Juha

STUMMFILM: Moderne Zeiten

Filmreihe 7. – 28.2. im Filmmuseum Düsseldorf

Der Stummfilm ist nicht tot. Er hat sein Gesicht verändert. Der gegenwärtige, stumme Film hat aufgrund der Entwicklung technischer Möglichkeiten des Tonfilms völlig andere Voraussetzungen als sein klassisches Vorbild. Der markanteste Un­ter­schied zwischen der ruhmreichen Stummfilmära und einem stummen Film im Zeitalter des Tonfilms liegt darin, dass er sich dessen technische Möglichkeit zu Nutze machen kann, dies aber nicht muss.

Bis zum endgültigen Durchbruch des Tonfilms in den späten 1920er-Jahren war es nicht möglich, eine Tonspur mit dem projizierten Filmbild zufriedenstellend synchron ablaufen zu lassen. Aufgrund dieses materialtechnischen Defizits erhielt der Stummfilm seine bis heute gültige Begrifflichkeit, die schon damals eher paradox war, weil der Film nicht stumm auf- oder vorgeführt wurde. Die Filmvor­füh­rungen wurden beispielsweise von einem Orchester, Pianist*innen, Filmkom­mentator*innen oder Filmvorführer*innen akustisch begleitet. Es wurden also Mu­sik, Geräusche und sonstige akustische Effekte extern hinzugefügt. Die Filmkopie selbst war zwar stumm, die Aufführungspraxis keineswegs. Durch die Umstellung auf den Tonfilm veränderte sich auch der Aufführungscharakter in den Film­theatern. Es gab kaum mehr Variationen vor Ort; die szenische Theatralität durch das individuell und lokal stattfindende Ereignis ging weitestgehend verloren.

In der Stummfilmzeit hat sich eine ganz eigene Ästhetik herauskristallisiert, der immer wieder durch Referenzen, lose Bezugnahmen oder auch Rekonstruktionen im Tonfilm nachgespürt wurde und wird. In den 2000er-Jahren ist ein Trend zu beobachten, sich vermehrt aus verschiedenen Perspektiven mit den ästhetischen Errungenschaften dieser Zeit auseinanderzusetzen, sie weiter oder gar neu zu denken. Die Filmreihe spannt dabei einen Bogen von den Anfängen in der Übergangszeit vom Stumm- zum Tonfilm bis in die 2000er-Jahre. Präsentiert wird eine breite Auswahl unterschiedlicher Perspektiven auf die Stummfilmära.

MI 7.2. 20:00
JUHA
FIN 1999 · R: Aki Kaurismäki

FR 9.2. 21:00 | SO 18.2. 17:00
MODERN TIMES | MODERNE ZEITEN
USA 1936 · R/B: Charles Chaplin

7.– 29.2.
POSTMODERN TIMES
4. Etage, Filmmuseum
USA 2017 · R: Michael Mandiberg

SA 1O.2. 19:00 | MI 21.2. 20:00
SILENT MOVIE | MEL BROOKS LETZTE VERRÜCKTHEIT
USA 1976 · R: Mel Brooks

SO 11.2. 17:00 | MI 28.2. 20:00
THE ARTIST
USA/F/B 2011 · R/B: Michel Hazanavicius

MI 14.2. 20:00
BRAND UPON THE BRAIN! | A REMEMBRANCE IN 12 CHAPTERS
CAN 2006 · R: Guy Maddin
im Vorprogramm: FILM
USA 1965 · R: Samuel Beckett, Alan Schneider

FR 16.2. 19:00
TABU | TABU – EINE GESCHICHTE VON LIEBE UND SCHULD
P/D/BRA/F/S 2012 · R: Miguel Gomes

FR 16.2. 21:15 | SO 25.2. 15:00
BLANCANIEVES – EIN MÄRCHEN VON SCHWARZ UND WEISS
S/B/F 2012 · R: Pablo Berger

BLACK BOX – Kino im Filmmuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf
Schulstraße 4
40213 Düsseldorf
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Telefon 0211 8 99 22 32
filmmuseum@duesseldorf.de
www.duesseldorf.de/filmmuseum

Facebook: facebook.com/FilmmuseumDuesseldorf
Twitter: twitter.com/filmmuseum_due

FM

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