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Norika Nienstedt, Collagen, Zeichnungen und Aquarelle – Kunstpunkt 103, Ackerstraße 29a, © Künstlerin

Kunst im Atelier

Die „Kunstpunkte“ in Düsseldorf

Der Name und der grafische Auftritt haben sich etabliert. 1997 vom städtischen Kulturamt erstmals durchgeführt, sind die „Kunstpunkte“ als einmal im Jahr stattfindendes Doppelwochenende der offenen Ateliers ein eingespieltes Ereignis. Unterteilt in Düsseldorfer Süden und Düsseldorfer Norden, nehmen auch diesmal weit über 200 Kunstschaffende teil. Es wird ein Shuttle-Bus mit Führung durch ausgewählte Ateliers angeboten; man kann aber auch selbst, wie in der Künstler­siedlung Golzheim, von Atelier zu Atelier flanieren. Und dann gibt es die Atelier­häuser – wie den Salzmannbau in der Himmelgeister Straße oder das altehrwürdige Künstlerhaus in der Sittarder Straße – in denen die vielen offenen Türen den Charakter eines Festes verstärken und letzte Hemm­schwellen gegenüber der Kunst abbauen. Schade, dass an solchen Orten immer einige Ateliers verschlossen bleiben, dafür gibt es ganz verschiedene Gründe.
Natürlich sind die Ateliers – die privaten Räume, an denen die Kunst entsteht – für die „Kunstpunkte“ in Schuss gebracht. Zu sehen ist das ganze Spektrum zwischen romantischer Atmosphäre und pragmatischer Werkstatt. Im Grunde könnte man bei den „Kunstpunkten“ mit einer Sozialstudie über den Beruf und die Berufung des Künstlers beginnen, der zwischen zurückgezogen einzelgängerischer Arbeit, Selbstvertrauen und Selbstzweifeln Ausstellungen (Anerken­nung; Beziehen einer gesellschaftlichen Position) und den Verkauf in gute Hände anstrebt, um die Unkosten (Ateliermiete, Material) zu tragen und von der eigenen Kunst zu leben. Jedenfalls: Dass die BesucherInnen die Ateliers und die Kunstwerke sehen und mit den KünstlerInnen sprechen können, ist nicht ganz selbstverständlich. Dafür sollten die „Kunstpunkte“ über das ungezwungene Seh-Vergnügen hinaus dazu beitragen, die Lebensaufgabe des Künstlers etwas mehr zu verstehen.
Von den international berühmten Künstlerinnen und Künstlern, die in der Landes­hauptstadt arbeiten, nimmt allerdings kaum einer an den „Kunstpunkten“ teil. Ihre Werke soll man in Ausstellungen in Museen, Kunstvereinen und Galerien sehen und sie sollen vor den Premieren der neuen Werkgruppen nicht vorab verraten werden. Hingegen sind die „Kunstpunkte“ für die hier teilnehmenden, sämtlich auf hohem Niveau tätigen Künstler eine gute Möglichkeit, ihre neuen Bilder und Skulpturen einem großen Publikum vorzustellen und im übrigen zur Diskussion zu stellen. Vielleicht beginnt bei den „Kunstpunkten“ so manche Begeisterung für die zeitgenössische Kunst und sogar der Aufbau einer Kunstsammlung.

Die Kunstpunkte finden dieses Jahr am 14./15. September im Düsseldorfer Süden und 21./22. September im Düsseldorfer Norden statt. Sa 14-20, So 12-18;
die Off-Räume öffnen Freitag 19-22 Uhr. Faltblätter mit den einzelnen Adressen liegen in den Museen und Gaststätten aus, außerdem: www.kunstpunkte.de

TH

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