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Lutz Mommartz Beuys/Thunberg – Zeitenwenden, 2020 Installationsansicht Kunsthalle Düsseldorf
Foto: Katja Illner

Gekommen um zu zeigen

Düsseldorfer Künstler*innen daheim

Es könnte der Monat der Düsseldorfer Künstler sein. Nach den im Lockdown beendeten Ausstellungen von Thomas Ruff in der Kunstsammlung NRW und – wohl auch – Bert Gerresheim im Stadtmuseum sind im März die Spätromantiker der Düsseldorfer Malerschule und Heinz Mack im Kunstpalast und Lutz Mommartz in der Kunsthalle am Grabbeplatz zu sehen, dazu die Akademie­absolvent*innen in K21 im Ständehaus. Sie stehen repräsentativ für das Selbstverständnis und die Programmatik des jeweiligen Ausstellungsinstituts. Stand heute ist freilich unklar, wann die Ausstellungen (wieder) gesehen werden dürfen.

Aber es gibt den öffentlichen Raum. Bert Gerresheim, der realistisch figurative Bildhauer, bleibt fußläufig zum Stadtmuseum unübersehbar mit seinem Heinrich-Heine-Monument am Schwanenmarkt oder dem Stadterhebungs­monument am Rand des Burgplatzes. Und die Ausstellung „Coming to Voice“ mit den jungen Künstlern beginnt an der Fassade des Ständehauses. Die dortige Installation greift den Gedanken auf, von draußen nach drinnen zu gelangen. Gelungen ist das digitale Angebot der Kunstsammlung NRW zur Ausstellung, die selbst richtig gut arrangiert ist. Auf der Website sind Interviews und ein Rundgang abzurufen.

Heinz Mack begeht ihm März seinen 90. Geburtstag, und dazu ehrt der Kunstpalast im Ehrenhof den Mitgründer der Gruppe ZERO. Vorgestellt wird sein revolutionäres Werk der 1950er bis 1970er Jahre, in dem er sein Programm mit den Verfahren des Rasters, der Vibration, mit Licht und Lichtbrechung formulierte, bis hin zu seinen Expeditionen in die Sahara und die Arktis. Die Ver­längerung der Ausstellung der Romantik mit Caspar David Friedrich im selben Haus ermöglicht, das Romantische, die Utopie und die Vorstellung landschaftlicher Weite über die Jahrhunderte in Bezug zueinander zu setzen.

Sehr gut sind der Trailer und die Podcasts auf der Website der Kunsthalle zur Schau von Lutz Mommartz, abgesehen von dessen eigener ausführlicher Website. Und doch, und obzwar es sich um Filme handelt: Vielleicht fehlt diese Ausstellung am meisten. Jetzt endlich wird der Avantgarde-Filmemacher in seiner Heimatstadt als Künstler vorgestellt, noch dazu mit einer grandios inszenierten Werkschau, die zeigt, wie sinnlich auch das Sehen, Erfahren von Filmen sein kann. Zeitweilig wurde ein Filmprogramm mit Mommartz‘ Filmen auf die Außenwand der Kunsthalle projiziert, direkt neben dem „Ofenrohr“ von Joseph Beuys. Vielleicht findet das – wenigstens solange bis die Kunstinstitute öffnen – immerhin noch mal statt.

Coming To Voice bis 21.3. in K21, Lutz Mommartz bis 25.4. in der Kunsthalle, Caspar David Friedrich und die Düsseldorfer Spätromantiker bis 24.5. /
Heinz Mack bis 30.5. im Kunstpalast

TH

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