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Foto: Christiane Heikaus

Das Karussell der Erinnerung

11./12. 12. im Erinnerungsort Alter Schlachthof/Bibliothek HSD

An zwei Tagen im Dezember wird sich in Düsseldorf-Derendorf wieder „Das Karussell der Erinnerung“ entlang seiner fünf Stationen drehen. Erinnert wird in dem Stationen-Theaterstück an die sieben Transporte von Mitbürgern jüdischen Glaubens, die zwecks Ermordung und Ausbeutung in osteuropäische Ghettos und Konzentrationslager transportiert wurden. Rund 6.000 Menschen wurden über den Schlachthof an der Rather Straße, über den Derendorfer Bahnhof in den Tod geschickt, gerade einmal 300 von ihnen blieb das Sterben wenn auch nicht das Leiden erspart. Die Erinnerungen der wenigen Überlebenden und eine Vielzahl an Dokumenten bilden das Material, aus dem das Theaterstück entwickelt wurde.
Die erste Station ist der Erinnerungsort Alter Schlachthof auf dem Gelände der Hochschule Düsseldorf, der auch als Treffpunkt für die Zuschauer dient. Hier erinnern sich stellvertretend zwei Schauspielerinnen, ein Schauspieler und ein Musiker an Ereignisse, die sie selbst nicht erlebt haben. „Türöffner“ dieses Erinnerungsspieles sind Video- und Audio-Aufzeichnungen von Überlebenden sowie Dokumente aus der NS-Zeit und der Nachkriegszeit.
Dann geht es zur zweiten Station dem Mahnmal Güterbahnhof Derendorf, das an die Deportationen erinnert. Über mobile Boxen werden unterwegs die Namen der deportierten Menschen abgespielt. Zwischendurch geben die Schauspielerinnen und der Schauspieler Einblick in persönliche Erinnerungen der Überlebenden.
Anschließend gelangt man zur dritten Station, der Buscher Mühle. Hier geht es um die Perspektiven der ‚Nachgeborenen’. Zeitgleich werden das Obergeschoss der Mühle, der Thekenraum im Erdgeschoss und der kleine Hof an der Gleisseite für je eine Zuschauergruppe bespielt. Im Fokus stehen private Formen der Erinnerung.
Dann geht es vorbei an der Kriegsruine Buscher Hof und an einer ehemaligen Flüchtlingsunterkunft des DRK, der vierten Station. Ausgehend von ihren Erfahrungen spannen die noch lebenden Zeitzeuginnen und Zeitzeugen mit ihren Botschaften den Bogen von damals ins Heute.
Am fünften und letzten Spielort, Haus der Jugend, Lacomblet-Straße, nimmt das Publikum im Karussell der Erinnerung Platz. Hier werden Dokumente und autobiographische Perspektiven in eine neue Beziehung zueinander gesetzt, ausgerichtet auf die Zukunft. (Am 11. 12. 1941 wurden 1.007 Menschen von Düsseldorf Derendorf ins Ghetto Riga deportiert.)

TheaterKunstKoeln
Das Karussell der Erinnerung
Konzeption, Textbuch und Regie: Andreas Schmid
mit Nathalie Taly Journo, Martina Kock und Tomasso Tessitori - Musikalische Leitung: Nils Tegen

Dezember: 11. 12. - 18.00 Uhr // 12. 12. - 16.00 Uhr
Begrenzte Teilnehmerzahl
Anmeldung unter 0157 - 34 29 71 00 & theaterkunst.koeln@gmail.com

Erinnerungsort Alter Schlachthof/Bibliothek HSD, Geb. 1
Münsterstraße 156

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