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Mann ist Mann
Foto: Thomas Rabsch

Bertolt Brecht: Mann ist Mann

19. 1. (Premiere) // 25. 1. im D‘haus Central

Mit der Behauptung »Mann ist Mann« thematisiert Bertolt Brecht in seinem Stück humorvoll den Stellenwert und die Austauschbarkeit menschlicher Individualität. Ist der Verlust des privaten Ichs tatsächlich bedauernswert, oder gewinnt der Mensch erst in der Masse an Bedeutung?
Der irische Packer Galy Gay ist ein »Mann, der nicht nein sagen kann«. Als er am Morgen aus dem Haus geht, um seiner Frau für das Mittagessen einen Fisch zu besorgen, ahnt er nicht, dass er schon am Abend das Leben eines anderen führen wird. Unterwegs spannt ihn zunächst die Witwe Begbick, Kantinenbesitzerin auf dem Militärkamp in Kilkoa, für ihre Geschäfte ein, dann gerät er in die Fänge von drei Soldaten der britischen Kolonialarmee. Soldaten brauchen Bier, und Bier kostet Geld, also hat der Trupp eine Pagode geplündert. Ihr vierter Mann, Jeraiah Jip, hat sich dabei so ungeschickt angestellt, dass sie ihn zurücklassen mussten. Nun soll Galy Gay für Jip einspringen und ihn beim Appell ersetzen. Abenteuer, Bier und Zigarren klingen verlockend, also nimmt er die Rolle an. Als sich abzeichnet, dass Jip nicht ins Camp zurückkehren wird, können die drei Soldaten, wie nicht anders zu erwarten war, Galy Gay dazu bringen, seine Rolle als neue Identität anzunehmen. »Die Verwandlung des Packers Galy Gay in den Militärbaracken von Kilkoa im Jahre neunzehnhundertfünfundzwanzig«, wie das Lustspiel im Untertitel heißt, vollzieht sich als Spiel im Spiel: Bei einer vorgetäuschten Erschießung fällt Galy Gay in Ohnmacht, aus der er als überzeugter Soldat erwacht, der von Galy Gay noch nie gehört hat.
Brecht begann die Arbeit an dem Stoff in den zwanziger Jahren und veröffentlichte 1924 eine erste Fassung, die er später unter dem Eindruck des Faschismus grundlegend veränderte.

Bertolt Brecht: Mann ist Mann
Eine Inszenierung mit den Studierenden des Mozarteums Salzburg
Regie: David Schnaegelberger
mit Kilian Bierwirth, Rudi Grieser, Naima Laube, Niklas Mitteregger, Vincent Sauer, Laura Maria Trapp, Genet Zegay

Premiere: 19. 1. - 20.00 Uhr
Januar: 25. 1. - 20.00 Uhr

D‘haus Central
Worringer Str. 140
40210 Düsseldorf
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info@duesseldorfer-schauspielhaus.de
www.duesseldorfer-schauspielhaus.de

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