Unter dem Titel „... bis neulich“ unternimmt der Träger des Deutschen Kleinkunstpreises einen sehr subjektiven Streifzug durch 23 Jahre Kabarett und bringt die Texte noch einmal auf die Bühne, die er selber gern mal wieder hören möchte. Aber Pispers wäre nicht Pispers, wenn er die teilweise erschreckende Aktualität seiner „alten Schätzchen“ nicht durch das Einflechten tagesaktueller Bezüge unterstreichen würde. Seinen grundlegenden Stil hat er über die Jahre nicht verändert: Pispers ist der freundliche und scheinbar harmlos daherredende Conférencier geblieben, der - eben noch lächelnd - plötzlich hundsgemein werden kann. Respekt sucht man in Pispers‘ Programmen vergeblich. Unverblümt, krass und direkt pendelt er zwischen bitterböse und charmant-witzig, wenn er die Absurditäten der Welt zu Ende denkt. Seine Verarbeitung von Zitaten, seine gewagten Rechenoperationen und seine Zukunftsszenarien versöhnen das Publikum durch ein befreiendes Lachen mit seiner eigenen gefühlten Wirklichkeit.
Volker Pispers braucht auf der Bühne einen Tisch, einen Stuhl, einen Becher mit etwas Trinkbaren, normales weißes Licht und rund zweieinhalb Stunden. Also der Abend wird lang, Pispers bietet etwas fürs Geld. Das ist wichtig für die Planung, und die muss zwangsläufig weit vorausschauend sein. Die Zuschauer brauchen mittlerweile ein Jahr, um Karten für das sich ständig fortschreibende Programm „…bis neulich“ zu bekommen. Konnte das zakk… bisher die Interessenten auf die nächste Vorstellung in einem halben Jahr vertrösten, so hat sich die Wartezeit schlicht verdoppelt. Volker Pispers ist ein hundertprozentig politischer Kabarettist und die haben momentan absolute Hochkonjunktur.
Der nächste Termin ist der 28. August 2013 mitten im Bundestagswahlkampf. Das ist lange hin, und diejenigen die ihre Karten jetzt nicht ordern, müssen noch länger warten. Doch wer nicht solange warten mag, hat eine hervorragende Alternative. Vor kurzem ist im con anima Verlag eine Doppel CD erschienen, die ca. zweieinhalb Stunden Laufzeit hat. Volker Pispers hat sie im Forum Wasserturm in Meerbusch aufgenommen.
Der Titel lautet „… live 2012“ und ist aber ein aktuelles Update des Programms: „… bis neulich“. Der Gauck ist schon berücksichtigt, aber wer will gerade bei diesem Amt noch eine Prognose wagen? Volker Pispers gibt dazu folgendes Statement ab: „Das kürzeste Verfallsdatum dürften diesmal die Passagen über den neuen ‚Bundespräsidenten der Herzen’ haben. Ich hätte ja nach wie vor lieber mal einen fürs Hirn, aber bei uns hat das Pathos Vorfahrt vor Inhalten.“ Für Ausführliches zu den Piraten, meint er weiter, wird man das nächste Update abwarten müssen.
Für 18,90 Euro bietet er auch auf der Doppel-CD etwas fürs Geld, und die kann man immer hören, wenn einem gerade nach Pispers ist. Da muss es dann auch einmal egal sein, wenn der Präsident wieder ausgewechselt wurde.
Volker Pispers
… live 2012 (bis neulich)
ca. 150 Min. - 18,90 Euro
con anima - ISBN 978-3-931265-94-6
Volker Pispers
…bis neulich
22. 8. - 20.00 Uhr
zakk… - Fichtenstraße40

28.5. "Junge rettet Freund aus Teich"
Heinz Strunk stellt im zakk seinen neuen Roman vor
Kasimir und Karoline
18./21./24./26./29. 5. Junges Schauspielhaus zu Gast im Großen Schauspielhaus
Shakespeare im Globe
13.6. - 13.7. Globe, Neuss
Kadir „Amigo“ Memiş (DE) „Scha’irlie – This is not a Chaplin“
23. und 24.5. HipHop-Tanztheater im tanzhaus nrw
9.6. Griechisches Literaturfrühstück: Der Klang der Sprache
im zakk (Kneipe)
Schule des Lebens
Die biograph Buchbesprechung von Thomas Laux
FFT im Japan-Fieber
24.5. FFT
Dance Delight Germany im Rahmen des Japan Tag Düsseldorf
25.5. HipHop Show Contest im tanzhaus nrw
Skurriler Visionär
Die biograph Buchbesprechung von Thomas Laux
Candoco Dance Company (UK) „Turning 20“
7. und 8.6. im Rahmen des TANZKONGRESS 2013
Junge trifft Mädchen
Die biograph Buchbesprechung von Thomas Laux
Der Mann mit dem Quittungsbuch
Die biograph Buchbesprechung von Thomas Laux
23. Shakespeare Festival im Globe Neuss
13.6. bis 13.7. im Globe Neuss auf der Rennbahn
24.5. Daniel Norgren
in der Kassette, Flügelstraße 58
In Randgebieten
Die biograph Buchbesprechung von Thomas Laux
26.5. 'Spurenhörer' - Drei Aktionisten. Drei Räume. Ein Tag.
Performance-installation in der BETONBOX und kunstWerk
Sohn von Desperados
Die biograph Buchbesprechung von Thomas Laux
8.6. BOLLYWOOD PARTY
neu im zakk
So klein ist die Welt
Die biograph Buchbesprechung von Thomas Laux
28.5.-2.6. Hildener Jazztage
verschiedene Spielstätten
Wandernde Herzen
Die biograph Buchbesprechung von Thomas Laux
Das falsche Leben
Die biograph Buchbesprechung von Thomas Laux
Um Gottes Willen
Die biograph Buchbesprechung von Thomas Laux
Sucht, Schuld, Erlösung
Die biograph Buchbesprechung von Thomas Laux
Wesen der Ferne
Die biograph Buchbesprechung von Thomas Laux
Düsseldorfer, schaut auf diese Lücken
Die biograph Ouvertüre Mai 2013
Dieses 68er feeling
Die biograph Buchbesprechung von Thomas Laux
Das ist jetzt mein Leben
Die biograph Buchbesprechung von Thomas Laux
Fleisch ist Mord. Und Eier auch.
Die biograph Buchbesprechung von Thomas Laux
27.5. Die Templer - die Suche nach dem Heiligen Gral
Archeosophische Gesellschaft Düsseldorf e.V.
Was ist eine zerstörte Leber ohne eine zerstörte Lunge?
Die biograph Ouvertüre April 2013
Düsseldorfer Skat mit Null
Die biograph Ouverture März
Der Tausendfüßler wird uns fehlen
Die biograph Ouverture Februar
Die unendliche Geschichte
3.4. bis 15.6. Düsseldorfer Marionettentheater
Das schöne Licht oder Die kleine Erweckung zwischendurch
biograph Ouverture Januar 2013
Zukunft wird überschätzt. Sagt nicht nur der Maya-Kalender
biograph Ouverture Dezember 2012
Von Quatschwürsten, toten Pudeln und der Bambiallee
biograph Ouverture November 2012
Vom zweifelhaften Glück aus dem Atlas
biograph Ouverture Oktober 2012
Arme bitte die Stadt verlassen
Ouverture biograph September 2012
Ordnung muss sein in der Stadt - immer
Ouvertüre biograph August 2012
Lebensmittel Kultur - Neues aus der Metzgerei Elbers
Ouvertüre Biograph Juli 2012
Oh Fortuna oder Die Predigt vom Gipfel
Ouvertüre Biograph Juni 2012
Transferstadt am Rhein: Düsseldorf ist nicht. Düsseldorf wird.
Ouvertüre Mai 2012
Warum die DEG sterben muss
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Ent-eurozentrieren
Das Kunst-Austauschprogramm „Transfer Korea“ soll neue Perspektiven bringen
Film der Woche
Das eindringliche Porträt einer kontrollsüchtigen Mutter wurde auf der diesjährigen Berlinale mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet.