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Andrea Breth
Foto: Bernd Uhlig

Marija

im Düsseldorfer Schauspielhaus 16./21./27. 5.

Das Stück spielt 1920 während der Oktoberrevolution in St. Petersburg, die Außentemperaturen liegen bei -30° die Innentemperaturen bei -10°, es herrscht entsetzlicher Hunger. Die Familie des zaristischen Generals Mukownin ist am Ende.Ihre gesamten Hoffnungen sind auf die Tochter Marija fixiert, die weitab an der Front für die Revolution kämpft. Marija erscheint im Stück nie auf der Bühne und doch ist sie ständig in den Gesprächen der Familie präsent. Am Ende zerbricht der General an seiner gesellschaftlichen Isolation und seiner Hilflosigkeit gegenüber den neuen Verhältnissen.
Regisseurin Andrea Breth ist fasziniert von dem Stück und äußert sich leidenschaftlich zum Stück und ihren Plänen für die Inszenierung: »Dass ein Autor wie Babel in der Lage ist, mit 22 Figuren einen Kosmos zu erstellen, dass man sich die gesamte Gesellschaft zu der Zeit vorstellen kann. … Es ist ein extremes Ensemblestück, wo jede Figur ein bestimmtes Instrument … und einen bestimmten Kosmos zu verwalten hat. … Das alles schafft der Babel in Mini-, Mini-, Minisätzen, unglaubliches Geschriebenes in knappester Form.« Und weiter: »eigentlich ist es geschrieben wie ein Film, das ist zack ein Bild und Bild weg … und das ist der Grund warum Raimund Vogt und ich uns entschieden haben das auf eine Scheibe zu bauen, weil wir Sorge dafür tragen müssen, dass es nicht ewig dauert bis man von einem Bild zum nächsten kommt. … das zweite ist,
dass wir uns definitiv dazu entschieden haben, … das Stück nicht aus der Zeit herausnehmen, denn sonst versteht man überhaupt nichts
mehr. Wir werden dafür Sorge tragen, dass es historisch genau ist … alles muss auf den Punkt genau stimmen. Wir müssen alles dafür tun… - dass wir das Grauen dieser Zeit erzählen und erzählen, was das mit den Menschen macht…«
Auf Gustaf TV, erreichbar über die Homepage des Düsseldorfer Schauspielhauses, kann man sich den Videoclip anschauen, aus dem die vorhergehenden Zitate stammen, und mehr über die Motive und Ideen der Regisseurin für diese Inszenierung erfahren.

MARIJA
Von Isaak Babel
Bühnenfassung von Andrea Breth
Aus dem Russischen von Stefan
Schmidtke
Regie: Andrea Breth
Bühne: Raimund Voigt
Kostüme: Moidele Bickel
Musik: Wolfgang Mitterer
Licht: Jean-Mario Bessière
Dramaturgie: Stefan Schmidtke
Mit Peter Jecklin, Marie
Burchard, Imogen Kogge, Klaus
Schreiber, Christoph Luser, Bärbel
Bolle, Pierre Siegenthaler, Benno
Ifland, Moritz Löwe, Gerd
Böckmann, Michael A. Grimm,
Marianne Hoika, Sven Walser,
Patrizia Wapinska, Elisabeth Orth,
Winfried Küppers, Oliver
Reinhard, Dirk Ossig, Jonas
Anders, Mareike Hein, Janina
Sachau, Taner Sahintürk
16./21./27. 5. jeweils 19.30 Uhr
Düsseldorfer Schauspielhaus
Gr. Haus - Gustaf-Gründgens-Platz 1

wk

Theater.

Momo
im Düsseldorfer Marionettentheater 11. 4. - 19. 5.

Wir Antigone#2
im FFT 23./24. 5.

VANITAS – Schall und Rauch
Theater der Klänge im FFT 10./11./12./13./16./17./18./19. 5.

25 Jahre Theater der Klänge

Das tapfere Schneiderlein
im Theater am Schlachthof, Neuss 13./20. 5.

Swchwrm
im Jungen Schauspielhaus 17./19./21./28. 5. - 1./16./17./25.-27. 6.

Freie Sicht
im Jungen Schauspielhaus 29./30. 5.

Klaus und Erika
im Jungen Schauspielhaus 31.5. - 3./5./6./11./18./19. 6.

Die Zauberflöte
im Düsseldorfer Marionettentheater 23. 5. - 30. 6.

Das war ich nicht
im Theater am Schlachthof, Neuss 10./11./12./25./26. 5.

Richard III.
im Düsseldorfer Schauspielhaus 6./15./18./19./30. 5. - 4./9./22./28. 6.

Rausch
im Düsseldorfer Schauspielhaus 10./11./12./22./23. 5. - 3./29./30. 6. - 1./2. 7.

Rahmenprogramm zu »Rausch«
im Düsseldorfer Schauspielhaus

Claims
im Jungen Schauspielhaus 15./16./18. 5. - 12./13./26./27. 6.

Delhi, ein Tanz
im Düsseldorfer Schauspielhaus 6./11./15./18. 5. - 9./22./27. 6.

Herr Kolpert
im Düsseldorfer Schauspielhaus 8./14./20./29. 5. - 18./19./28. 6. - 1. 7.

Kein Science-Fiction
im Düsseldorfer Schauspielhaus 2./30. 5.

Tage unter
im Düsseldorfer Schauspielhaus 5./13./31. 5. - 5./16./23. 6.

Der erhobene Zeigefinger
im Jungen Schauspielhaus 6./7. 5. - 20.-22. 6.