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Nokan - Die Kunst des Ausklangs

JAP 2008 130 Min.

Originaltitel: Okuribito

Regie: Yojiro Takita

Hauptdarsteller: Masahiro Motoki, Tsutomu Yamazaki, Ryoko Hirosue, Kimiko Yo, Kazuko Yoshiyuki

Altersfreigabe: ab 12

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Zu diesem Film gibt es bislang 5 Meinungen:
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Mach doch was Normales!

otello7788 (507), 17.12.2009

So ganz am Ende des Kinojahres habe ich nicht mehr damit gerechnet, noch einen Kandidaten für den Film des Jahres sehen zu können. Nur weil Hanekes "Weisses Band" so überirdisch war, teilt "Nokan" sich damit den 1. Platz.
 
Daigo möchte Cellist werden, muss aber letzten Endes erkennen, daß er nicht über den letzten Rest Talent verfügt, der nötig ist, um damit groß zu werden. Aber er findet (halb freiwillig) eine andere Kunst um andere Menschen zu berühren - er führt Bestattungszeremonien aus. Diese rituelle Totenwaschung wird in Japan vor und mit der ganzen Familie durchgeführt. Mit ungeheurem Respekt und elegant wie eine Teezeremonie. Daigo merkt, daß er die Herzen der Menschen in einer stärkeren Weise erreichen kann, als als Musiker. Aus dem anfänglichen Horrortrip entwickelt sich eine tiefe Zuneigung zu seiner ungewöhnlichen Tätigkeit. Nur seine wunderbare Ehefrau ist da anderen Meinung. "Mach doch was Normales!". Worauf er entgegnet: "Wir müssen doch alle sterben - was gibt es denn Normaleres?!"
 
Wer erleben möchte wie tief ein Film berühren kann und in welche Schichten er eindringen kann, dem sei "Nokan" ans Herz gelegt. Ich glaube im Kino hat so ziemlich jeder geschluchzt und ist betäubt vom Nachklang aus dem Kino gegangen.

Alle Beiträge von otello7788

Anders, als die anderen

marmibo (16), 10.12.2009

Selten hat mich ein Film dermaßen beeindruckt und bis ins tiefste Innere berührt. Das Thema, die Darsteller, die Landschaft, die Musik, einfach alles. Ein wunderbarer Film, der den Zuschauer mitnimmt und zum Nachdenken zwingt.

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Memento mori!

woelffchen (229), 06.12.2009

Dieser Film erzählt in ruhigen, ernsten - teilweise auch humorvollen Bildern - eine bemerkenswerte traditionell japanische Zeremonie, den Verstorbenen vor seinen Angehörigen für die bevorstehende Bestattung, sozusagen für seine letzte Reise, von einem darauf spezialisierten Team vorzubereiten. Eine bemerkenswerte Tradition insofern, als daß die Lebenden noch einmal, zum letzten Mal, mit dem Toten konfrontiert werden, und so Gelegenheit erhalten, ihre Einstellung ihm gegenüber zum Ausdruck bringen zu können. (Eine Möglichkeit, die uns hierzulande in dieser Form leider nicht gegeben wird.)
 
Ein Film, der zum Nachdenken anregt über den uns allen irgendwann bevorstehenden Tod mit seinen sich daraus ergebenden Konsequenzen.

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Trauer gegen Schönheit

Biggi (125), 03.12.2009

Die Ästhetik der Aufbahrungzeremonie beherrscht den Film und das zu Recht. Es macht die Angehörigen glücklich, die Schale der familiären Zwistigkeiten bricht auf und lässt Trauer zu. Der Beruf gewinnt an Seriosität beim Beobachten. So liebevoll möchte wahrscheinlich jeder gebettet werden. Ein ruhiger, nachhallender Film - sehr gut.

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ein toller film

knöckel (1), 29.11.2009

dieser Film ist einer von den wenigen Filmen die das Leben in ihrer schönsten Facette beschreiben, auch wenn es um den Tod geht. Er ist bemerkenswert, lustig, traurig,er ist wundervoll.



durchschnittliche Bewertung dieses Films:
super  gut  ganz ok  mäßig  schlecht 


   
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